Sunchild – Messages From Afar: The Division And Illusion Of Time

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(64:24, CD, Caerllysi Music/Just for Kicks, 2018)
Da ist er wieder, das Multitalent aus der Ukraine, der niemals müde Antony Kalugin. Diesmal mit einem weiteren Werk seines Projekts Sunchild. Den meisten Fans dürfte die Vielzahl seiner Veröffentlichungen, sei es unter seinem Namen, als Hoggwash, Karfagen, AKKO oder wie gesagt als Sunchild nicht entgangen sein. Innerhalb seiner unterschiedlichen Projekte schöpft Antony Kalugin all seine Möglichkeiten aus, jedem einen besonderen Stempel bzw. eine musikalische Richtung auf den Weg zu geben. Auch wenn alle Veröffentlichungen nicht nur die melodische Eingängigkeit verbindet und sie als Bindeglied zu sehen sind, weisen die Projekte durchaus ihre besonderen Eigenständigkeiten auf. Eine vollständige Auflistung und Charakterisierung all seiner Werke verbietet sich an dieser Stelle, das würde in jedem Fall den Rahmen sprengen.

Das brandneue Studioalbum des Symphonic Proggers Kalugin trägt den Titel „Messages From Afar – The Division And Illusion Of Time“. Für Fans der üblichen Verdächtigen wie Pink Floyd, Genesis, YES & Camel natürlich erneut ein gefundenes Fressen. Freunde auch außerhalb des Art – und Neo Progs, die eher eine Nähe zu Rock oder Pop verbindet, wie zum Beispiel zu 10 CC, dürften hier ebenso Gefallen finden. Wie nicht anders zu erwarten, komponierte, arrangierte und produzierte der Tausendsassa mit der gleichen Präsenz wie auf den meisten seiner Vorgängeralben. Die acht Titel bieten das volle Programm des Progressive Rocks, da fehlt es weder an Dynamik, Power, Melodie, Harmonie noch an Atmosphäre, auch auf die im Genre obligatorischen Longtracks braucht man nicht zu verzichten. Besonders das 20 minütige Highlight ‘Victory Voyager’ sticht heraus.

Wunderbare eingängige, fast hymnische Keyboardpassagen wechseln mit abwechslungsreichen Gitarrenparts und bilden stets eine Einheit, ohne an einer Stelle Eintönigkeit zu verbreiten. Erfreulich ist, dass der ansonsten häufige Kritikpunkt bei vielen Neuerscheinungen, der Gesang, einmal vollständig vernachlässigbar ist. Im Gegenteil, wenn auch nicht einzigartig, so ist dieser aber doch gut abgestimmt und harmonisch in die Instrumentalelemente eingebettet. Kalugin und seine Leadsängerin Viktoriia Osmachko, sowie ihr Sohn und ebenfalls Leadsänger Nikita Osmachko sorgen zu jedem Zeitpunkt für die richtige Stimmung und die ist rundum angenehm positiv, warm und Vintage. Immer interessant, immer melodisch, ein tolles Zusammenspiel zwischen Gitarren und Kalugins Tasten in den instrumentalen Passagen. Zum Gesamteindruck passend, begeistert zusätzlich die farbenfrohe Gestaltung des Digipacks mit einem gleichermaßen hübsch illustrierten zwölfseitigen Booklet.

Resümee diverser Hördurchgänge: Proggerherz, was willst Du mehr. Kalugin gewinnt von mal zu mal mehr Professionalität und ist vielleicht in der hart umkämpften Progszene nicht nur als Musiker immer noch etwas unterbewertet.
Bewertung: 12/15 Punkten (WE 9, GH 9, JM 10, KR 10, HR 12)

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Line-up:
Antony Kalugin: Keys, Vocals, Percussion
Viktoria Osmachko: Lead and Backing Vocals
Nikita Osmachko: Lead and Backing vocals
Olga Rostovska: Backing Vocals
Max Velychko: Acoustic & Electric Guitars
Oleg Prokhorov: Bass
Kostya Shepelenko: Drums
Sergiy Balalayev: Drums
Maria Baranovska: Violin
Roman Gorielov: Acoustic Guitar

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Über den Autor

Horst-Werner Riedel

Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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von Horst-Werner Riedel Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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