Strangefish – The Spotlight Effect

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(62:29 , CD, Eigenproduktion/Just for Kicks, 2018)
Neues vom Fremden Fisch! Wer bereits Gefallen an den Vorgängeralben „Full Scale“ (2003) und „Fortune Telling“ (2005) finden konnte, wird höchst erfreut sein, dass sich die aus Manchester stammende Band Strangefish mit ihrem dritten Werk erneut die Ehre gibt. Gefielen damals die besonders kreativen und vor allem melodiösen Songs, so sollten sich die Fans nach einer Wartezeit von immerhin annähernd zwölf Jahren nun auf etwas härtere und teilweise düstere Kost einstellen. Aber keine Sorge, das ist keinesfalls mit einem Qualitätsverlust verbunden. Im Gegenteil, es sorgt für ein zusätzliches Maß an Dynamik und Power.

Neben den Gründungsmitgliedern Steve Taylor (Gesang) und Paul O’Neill (Keyboard), Bob (Gitarre) und Dave Whittaker (Schlagzeug) verstärken die Sängerin Jo Whittaker und Bassist Carl Howard die Band.

Bei Strangefish dominieren weiterhin neben den Keyboards und den brillanten Gitarren- und Basslinien das solide Schlagzeugspiel und der Wechsel zwischen sanften bis hin zu leicht aggressiven Vocalparts. Für Langeweile bleibt da kein Platz. Ohne Wenn und Aber folgt „The Spotlight Effect“ damit den Vorgängeralben. Den Hörer erwarten gut arrangierte, ausgewogene und letztendlich doch sehr eingängige Melodien, versetzt mit der notwendigen Härte und einigen Ecken und Kanten. Auf atmosphärische Passagen wird glücklicherweise ebenso nicht verzichtet. Das ist allerdings auch nicht groß verwunderlich, wenn man weiß, welche Bands die Musiker in der Vergangenheit maßgeblich beeinflusst haben. Ohne schamlos zu kopieren, verspürt man die musikalische Welt u.a. von It Bites, Rush, Led Zeppelin, Marillion, Frank Zappa, Ian Gillan, Wishbone Ash, Yes und/oder Genesis. Bei diesem Hintergrund sollte dann auch etwas herumkommen.

Mit den acht neuen Songs gelingt Strangefish zweifelsfrei ein sehr ansprechendes, druckvolles Album, das eine Menge Anklang finden wird und das nicht nur bei Freunden, die eine Mischung aus Neo Prog, Rock/ Pop/ Mainstream oder Retro Prog lieben. Ob der nächste Schritt erneut eine Wartezeit von einem Dutzend Jahren benötigt, bleibt abzuwarten. Man darf gespannt sein, wohin die Reise der Briten dann letztendlich gehen wird.
Bewertung:10/15 Punkten (GH 9, KR 9, HR 10)

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Über den Autor

Horst-Werner Riedel

Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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Strangefish – The Spotlight Effect

von Horst-Werner Riedel Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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