Les Lekin – Died With Fear

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(43:36, CD, Tonzonen/H’Art, 2017)
Les Lekin sind eigentlich eine Live-Band. Ein Trio – Peter G. an Gitarre, Kerstin Wolf am Schlagzeug und Beat Baumgartner am Bass – aus Salzburg, das sich instrumentalem, improvisierten Heavy Psychedelic Rock verschrieben hat. Dass eine solche Musik live funktioniert, ist gar keine Frage. Dass sie auch auf Platte funktioniert, beweist die Band auf der vorliegenden Scheibe “Died With Fear”, die im Dezember letzten Jahres herauskam. Mit knapp einer dreiviertel Stunde Laufzeit wird hier über vier Songs hinweg versucht, in das Unterbewusstsein des Hörers einzudringen.

Verträumt-psychedelische Gitarrensounds eröffnen das Album. ‘Orca’ steigert sich schnell mit Einsatz von Drums (dominierend hier: die Becken) und durchdringendem Bass. Man kann sich die Band bildlich dabei vorstellen, wie sie in ihrem Proberaum sitzen und sich beim Schein von Kerzen, die in Weinflaschen stecken, in Ekstase spielen. Genau diese Atmosphäre transportieren sie jedenfalls sehr gelungen auf Platte. Instrumentale Live-Jams zwischen drei Musikern, die ihre Instrumente beherrschen, und sich im Space-Psychedelic-Stoner-Bereich austoben. Mal lauter, mal leiser, immer passend, immer schwebend. Es heißt, sie seien inspiriert von der Wüste, dem Mond, Sand und Raum. Ja, ein LSD-Trip in der Wüste unter hellem Mondlicht scheint genau das Richtige für diese Musik zu sein. Oder: Diese Musik scheint genau das Richtige für einen LSD-Trip unter hellem Mondlicht in der Wüste zu sein. Wer probiert es aus?

Was man ausprobieren darf und möchte und soll: Die Band einmal live erleben. Zum Beispiel bei Krach am Bach. Dabei darf ja dann ein Selbstversuch gewagt werden, ob die Band auch am Bach unter (wenn es nicht gerade bewölkt ist) Mondlicht einen musikalischen Wüstentrip erzeugen kann. Die Chancen stehen hoch.
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 13, PR 11)

Abbildungen: Les Lekin

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Philipp Roettgers

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Les Lekin – Died With Fear

von Philipp Roettgers Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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