Frank Zappa – The Roxy Performances

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(76:41 + 58:24 + 74:57 + 67:50 + 62:46 + 70:31 + 64:45, 7CDs, Zappa Family Trust, 2018)
Nachdem die Fans über die Jahre immer wieder häppchenweise mit Material aus den in Fankreisen innig geliebten Roxy-Aufnahmen versorgt wurden, hat man nun endlich das Flehen der Zappa-Fanatics erhört. Mit “The Roxy Performances” liegt mittlerweile das komplette Material aller vier Shows vom 9./10.Dezember 1973 aus dem Roxy in Los Angeles vor, aus dem u.a. das All-Time-Favourite ZappaAlbum “Roxy & Elsewhere” entstand.

Dabei hat man sich beim Zappa Family Trust absolut nicht lumpen lassen und noch die Proben, einige Studioaufnahmen vom 12.12.1973, sowie den Soundcheck hinzugepackt, sodass man auf 7(!) CDs, verpackt in einer schmucken Box, nahezu alles verfügbare Material aus jenen Tagen zu hören bekommt. Kaum veröffentlicht, war die Box jedoch gleich schon ausverkauft, ist inzwischen aber glücklicherweise wieder erhältlich.

Einen Großteil der Aufnahmen kennt man zwar von den diversen Veröffentlichungen (neben “Roxy & Elsewhere”, verteilt auf die “You Can’t Do This On Stage Anymore” Reihe auch die posthumen Veröffentlichungen, “Roxy By Proxy”, “Roxy The Movie“). Hier sind sie endlich in ihrer logischen Reihenfolge und im kompletten Kontext vereint. Da stört es auch nicht, dass zu Beginn jeden Auftritts erst einmal die Instrumente gestimmt werden, im Gegensatz zu späteren Gigs nicht jeder Titel nahtlos ineinander übergeht und manche Titel zwar mehrfach vertreten sind, aber immer wieder neu interpretiert werden. Weiterhin nimmt sich Zappa immer wieder Zeit für seine abstrusen, humorvollen Ansagen, wie z.B. seine offensichtliche Liebe für billige “Monster Movies” (als Einleitung zu ‘Cheepnis’) oder auch seine Abrechnung mit dem damals aktuellen Präsidenten Nixon (‘Dickie’s Such An Asshole’).

Beeindruckend sind in erster Linie der musikalische Gehalt und die unglaubliche Präzision, bei gleichzeitiger spielerischer Leichtigkeit und ausgiebigen Improvisationsparts, die das 8-köpfige Ensemble unter dem Namen “The Mothers” hier präsentiert. Nicht umsonst gehört die Phase der “Roxy”-Besetzung zu den Fan-Favoriten; wobei die legendäre Besetzung der Mothers, die auf dieser Box zu hören ist, neben Frank Vincent Zappa aus Ruth Underwood (Percussion), Ralph Humphrey (Schlagzeug), George Duke (Keyboards, Synthesizer, Gesang), Tom Fowler (Bass), Bruce Fowler (Posaune), Napoleon Murphy Brock (Saxophon, Flöte, Gesang) und Chester Thompson (Schlagzeug) besteht.

Die grandiose Mixtur aus zappaeskem, komplexem Rock mit jeder Menge Groove und Humor, versiertem Jazz-Rock, etwas Funk, Avantgarde, sowie ausgiebiger Audience Participation mit Tanzeinlage und antreibenden Zappa-Kommentaren (“You’re wonderful but you’re just too reserved”), versprüht auch heutzutage noch jede Menge mitreißende Magie und beeindruckende Ausstrahlung. Neben einem sehr guten Sound bietet diese Box die komplette Vollbedienung der “Roxy”-Phase, wie zudem eine ansprechende Verpackung mit sehr ausführlichem Booklet und Liner Notes, die aus verschiedenen Perspektiven einen Blick hinter die Kulissen wagen.
Bewertung: 13/15 Punkten

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Frank Zappa – The Roxy Performances

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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