Vanish – The Insanity Abstract

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(61:10, CD, Fastball/Soulfood, 2017)
Vanish kommen aus dem heimeligen Stuttgart und machen ausnahmsweise keinen Schwaben-Rap, sondern liefern auf “The Insanity Abstract” das ab, was der allgemeine Metal-Fan wohl gerne mal als “Brett” bezeichnet. Die Band bezeichnet ihre Musik selbst als anspruchsvollen Power Metal mit Prog-Einflüssen und viel Emotionen. Natürlich muss ein solches Album mystisch und mysteriös beginnen, also gibt es ein mit viel elektronischem Klim-Bim versehenes Intro. Dieses Stilmittel ist mittlerweile so abgenutzt und fad, dass man bereitwillig die Skip-Taste drückt. Zum Glück für den Freund der schnellen Monsterriffs geht es dann bei ‘The Pale King’ auch gleich ohne weitere Umschweife zur Sache. Alle Zutaten, die man so gemeinhin vom Genre erwartet, sind da: Power-Drums und Riffs, Keyboard-Chöre und natürlich pflichtbewusster hymnischer Gesang, der allerdings glücklicherweise nur selten mal übertreibt. Diese Rezeptur behält Vanish fast durchgehend bei allen weiteren Songs bei.

Etwas mehr Abwechslung kommt beim in drei Teile (Parts 1 -3) aufgeteilten ‘Slipstream’ auf. Hier erinnert man sich doch durchaus an bessere Queensrÿche Kompositionen, die mit ähnlich viel Drama vorgetragen werden. Zwischendurch muss natürlich auch eine Power-Ballade ihren Weg aufs Album finden, dies erledigt ‘Lilith Cries’ gekonnt, inklusive einem “Schwenkt jetzt alle euer Smartphone oder halt die Haare”-Refrain. Die restlichen Songs des Albums kommen in fast immer gleicher Manier daher, es wird mal schneller und mal langsamer der Power Metal in all seinen Formen zelebriert. Einflüsse von Progressive Rock hört man allenfalls mal in kleineren Einlagen. Hier und da gibt es auch mal einen Keyboardsound der alten Schule zu hören, was sich etwas vom sonst üblichen Flächenteppich absetzt. Für einen Schwenk hin zum Progressive Metal reicht das hier aber keinesfalls aus.

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Ansonsten gibt es wenig zu meckern: Das Album ist sauber und druckvoll produziert und alle Akteure verstehen ihr Handwerk vorzüglich. Trotzdem hat man jedes Riff, jedes Solo und jede Gesangsmelodie exakt so schon hunderte Male zuvor gehört. Man muss schon sehr intensiv suchen, um Vanish auch nur ein Stückchen Eigenständigkeit zu attestieren. Wenn man von gut gemachtem Power Metal allerdings niemals genug bekommen kann, dann hört man sich “The Insanity Abstract” gerne mal an.
Bewertung: 9/15 Punkten (GH 8, HK 9, KR 7)

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Über den Autor

Henrik Kropp

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Vanish – The Insanity Abstract

von Henrik Kropp Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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