Opium Eater – Ennui

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Opium Eater - Ennui (2017, Art As Catharsis)(54:12, Download, Art As Catharsis, 2017)
Der Opium Eater spiegelt nun einmal voll und ganz den Zeitgeist wider. No animals were hurt during the making of this record. Einen zünftigen Rausch vorausgesetzt. Aber vegan ist das neue Schnitzel, und da kann man sich schon einmal ein paar das Bewusstsein erweiternde Psychoaktivitäten hinter die Kiemen pressen. Das ist korrekt und man belastet sich eben nicht mit einem schlechten Gewissen. Nach der EP *Canis Major (The Greater Dog)‘ mit dem gleichnamigen knapp 20-minütigen Track wagten sich die Neuseeländer nun an ihren Debüt-Langspieler.

Aber, was heißt hier wagen? Das Kollektiv aus Wellington kommt auf „Ennui“ mit gitarrenintensiven Breitseiten, die sich nicht so recht zwischen Post- und Stonerrock entscheiden können und deshalb schwerelos irgendwo im Niemandsland changieren.

Das hat zur Folge, dass Opium Eater schon mal mächtig drauflos prügeln (‚The Effect Of A Tragedy On Its Spectators‘), wobei auch der manisch vorgetragene Gesang etwas berserkerhaftes an sich hat, nur um Augenblicke später schon fast proggige Nettigkeiten auszutauschen (‚Post-Tense‘) oder sogar Hardcore-like auf die Tube zu drücken (‚Worry Is at The Door‘).

Dass es sich der Vierer gar leisten kann, hin und wieder ein Gitarrensolo aufs Parkett zu hämmern, sollte auch eine Erwähnung wert sein, ist so etwas im Postrock an sich doch weitestgehend tabu. Und das, obwohl hier die Gitarren die Oberhand gewinnen. Letztendlich gerät der Titeltrack zum lang anhaltenden Trip, wobei hier in jeglicher Hinsicht noch einmal mächtig geklotzt wird.
Bewertung: 11/15 Punkten (CA 11, GH 9, KR 10)

Opium Eater Live Bandpic

Opium Eater (Foto: Band)

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Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur
-Weltenbummler
-involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic…

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Opium Eater – Ennui

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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