Papir – V

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Papir - V (2017, Stickman Records)(48:41, 46:07, 2CD, Stickman/Soulfood, 2017)
Manchem Leser werden die Dänen Papir noch von ihrer starken Live-Kooperation mit Electric Moon erinnerlich sein: The Papermoon Sessions – Live at Roadburn. Hier melden sie sich nun mit einem besonderen Doppelalbum zurück – „zu Wort“ wäre ja unpassend für diese wiewohl beredte Instrumentalmusik.

Teapot of the Week

„Teapot of the Week“ auf Betreutes Proggen in der KW34/2017

Wenn man sich auf „V“ nur lange genug einlässt, wandelt sich die Erwartungshaltung. Beispielsweise löst sich das Warten auf Hooklines auf, beim Rezensenten war dies spätestens beim vierten Stück der ersten CD so weit. Dann gibt es gefühlt keine „Melodie“ mehr, nur ineinander greifende, sich ständig verändernde Texturen von Tönen und Rhythmen – ohne dass dies je als unmelodisch empfunden wird.

Möglicherweise hat das Entstehen dieser Jams zwischen Ambient, Postrock ohne das Mogwai-Brett, Psychedelic Rock ohne Gefreake, und Shoegaze etwas mit Meditation zu tun. Sich ihnen anzuvertrauen, ist meditativer Versenkung jedenfalls sehr zuträglich. Das gilt übrigens ebenso für das besonders attraktive Artwork.

Den für diese Zwecke ideal beschaffenen Soundmix betreute John McEntire (Tortoise). Das sehr empfehlenswerte Gesamtkunstwerk ist auch als vermutlich nochmals schmuckere Doppel-LP (180g) mit Download Code erhältlich.
Bewertung: 13/15 Punkten

Bandcamp-Picture PAPIR

Nicklas Sørensen, Christoffer Brøchmann, Christian Becher (Foto: Band)

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Über den Autor

Klaus Reckert

„everything happy, and progressive, and occupied“
K. Grahame, The Wind In The Willows

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Papir – V

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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