Into Orbit – Unearthing

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(41:37, Download, Art As Catharsis, 2017)
Into Orbit halten sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf. Wuchtig starten sie mit dem tribalistischen Mantra ‚Dark Matter‘ in ihr Opus, das nicht von dieser Welt sein kann.

Mit dem Schlagzeug-offensiven Prolog zeigen Into Orbit ganz nebenbei, dass eine ihrer musikalischen Vorlieben nur eine Band wie Tool sein kann, obwohl sich das neuseeländische Duo mit flächigen Gitarren schon einmal in Richtung Postrock abmeldet und man mit mächtigen Riffs auch ein paar metallische Avancen macht. Eben diese bleiben auf „Unearthing“ eher Andeutungen, aber trotzdem eines der i-Tüpfelchen, welche die monolithische Wucht dieses Albums erklären.

Der Duo-Aspekt, der gerade in diesem Genre schon hin und wieder anzutreffen ist (vergleiche beispielsweise Collapse Under the Empire) wird auf Grund der Mächtigkeit der hier erzeugten Klangmassive Lügen gestraft. Die acht instrumentalen Stillleben – wer braucht hier schon Gesang? – fallen auch schon deswegen schwer auf, weil sie aus massiver Mächtigkeit gedrechselt sind. Die Songs selbst wurden dabei mit wendungsreichen Aktionismus bedacht, der keinen Stillstand und kein Innehalten zulässt.

Die hin und wieder vorherrschende Ruhe ist dabei wirklich die Ruhe vor dem Sturm, der dann auch nicht lange auf sich warten lässt, wobei Titel wie ‚Stone Circles‘, ‚Equilibrium‘ oder ‚Gilgamesh‘ Aufschluss auf das hier zu Erwartende geben. Großes Kino in Schwarzweiß.
Bewertung: 12/15 Punkten (CA 12, KR 12)

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Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

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Into Orbit – Unearthing

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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