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    Du bist hier:Home»Reviews»Tim Bowness - Lost In The Ghost Light

    Tim Bowness - Lost In The Ghost Light

    0
    By Kristian Selm on 15. Februar 2017 Reviews

    (43:32, CD, InsideOut / Sony Music, 2017)
    Tim Bowness zum Vierten. Mit dem Vorgänger "Stupid Things That Mean The World" erreichte der Brite mit der markanten Stimme die Top 10 der offiziellen britischen Rock Charts, nun legt er mit seinem Konzeptalbum "Lost In The Ghost Light" ein weiteres, ambitioniertes Werk vor. Gemixt und gemastered hat es sein No-Man Kompagnon Steven Wilson.

    Inhaltlich wird hier eine interessante Thematik aufgegriffen: Es geht um die Reflektionen eines fiktionalen Classic-Rock-Musikers über seinen Anspruch an sich selbst, über Ambitionen, Kommerz und das Familienleben abseits des Starseins, sowie um die Angst vor jüngeren, wesentlich vitaleren Künstlern. Nicht nur Bowness' vokale Eigenständigkeit bleibt nachhaltig hängen,  auch namhafte Musiker machen dieses Album zum Hörgenuss. Die Kernband besteht aus Stephen Bennett (Henry Fool, No-Man), Colin Edwin (Porcupine Tree), Bruce Soord (The Pineapple Thief, Katatonia), Hux Nettermalm (Paatos) und Andrew Booker (Sanguine Hum, No-Man). Hinzu kommen Gastbeiträge unter anderem von Kit Watkins (Happy The Man, Camel), Steve Bingham (No-Man), David Rhodes (Peter Gabriel, Kate Bush) und Ian Anderson (Jethro Tull), die sich aber allesamt dem Gesamtkontext unterordnen und keineswegs als prägnante Solisten zu vernehmen sind.

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    Ein Großteil der Titel ist auf ruhigem, elegischen Terrain angesiedelt. Aber Bowness zeigt, dass er das Tempo verschärfen ('Kill The Pain That's Killing You') und auch herrlichen sinfonischem Prog-Bombast einbauen kann ('You Wanted To Be Seen'). Hier finden sich sowohl 70er-Jahre-Progressive-Rock als auch edler Art Rock mit Attitüde. Dennoch ist das Album vom Grundansatz eher zurückhaltend und wenig offensiv ausgerichtet - was jedoch keineswegs als Manko zu werten ist.

    Die melancholische Grundstimmung beeindruckt, sie ist eindringlich und schön. Ein gewisses Maß Traurigkeit durchzieht das Album als roter Faden, aber auch Hoffnung schimmert durch. Dabei gelingt eine interessante Balance zwischen der eindringlichen Stimme Bowness' und gelegentlichen Soloausflügen seiner Mitmusiker. Viel mehr als bei seinen anderen Alben ist hier eine Verbindung zum Solowerk von Steven Wilson erkennbar, wobei Tim Bowness unverkennbar seinen eigenen Weg gefunden hat. Das Album ist in verschiedenen Formaten erhältlich, unter anderem als limitierte LP- und CD-Ausgabe.
    Bewertung: 12/15 Punkten

    Surftipps zu Tim Bowness:
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    Burning Shed
    Wikipedia (en)
    InsideOut Music
    Homepage No-Man
    Homepage Henry Fool

    Abbildungen: Tim Bowness / InsideOut Music

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    Andrew Booker Anonyme Mellotroniker Art Rock Bruce Soord CD Colin Edwin David Rhodes England Hux Nettermalm Ian Anderson InsideOut Music Kit Watkins Konzept Konzeptalbum Melancholie No-Man Sony Music Stephen Bennett Steve Bingham Steven Wilson Tim Bowness Vinyl
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    Kristian Selm

    Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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