Autumn of Pækward – Cern

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(44:38, LP, Tonzonen/Clear Spot, 2016)
Die Besondere. Das „Klang- und Kompositionsprojekt“ (Label-Info) des in Leipzig lebenden Musikers Jochen Koch (hier im Interview mit den Kollegen von Musikreviews.de) fasziniert von den ersten Tönen an.

Die Kombination von Schwebeklängen und vorsprachlichem Gesang auf ‚Canteen‘ weckt Erinnerungen an die Zusammenarbeit von Lisa Gerrard (Dead Can Dance) und Klaus Schulze, hier zusätzlich versehen mit einem Hauch von Clare Torry. Der folgend vorgestellte ‚Wardrobe‘ scheint ein Wurmloch im Holz zu haben, jedenfalls finden wir uns unversehens im All gleitend wieder, wozu ein teils mächtiger, teils sensibel kammerorchestrierter Soundtrack läuft. Auch das ‚Director’s Office‘ scheint gute Sicht auf das Universum zu haben. Ein richtiges Hörspiel vollzieht sich im Innern des ‚Cupboard‘.

Überhaupt ist für diese mit reichlich Effekten und Gimmicks verzierte, der Nuklearforschungs-Institution Cern aufgetragene Musik eigentlich ein guter Kopfhörer Pflicht.

Dass Dachböden Attraktives bergen können, haben Progger spätestens von IQ gelernt. Auf Pækwards ‚Attic‘ begegnen wir unglaublichen Dynamiksprüngen und hier sehr ästhetisch eingepasstem Black-Metal-Fauchgesang à la beispielsweise Alcest über einer „wobbly“ Guitar wie von den Chameleons oder vom unvergessenen Geoff Mann. Nur der triumphale Rausschmeißer ‚Collider‘ kann dies mit seiner fast magischen Sigur Rós-Athmosphäre noch toppen.

Nützliches Wissen:
Namengebend für das Projekt ist Luc Beregeaux‘ zwölfteiliger Sci-Fi Klassiker „Die Reise nach Pækward“ sowie die Novelle „die Rückkehr aus Pækward“, von denen aber weder Booknerds noch Wikipedia je etwas gehört haben.

Die am Projekt Beteiligten:
Composed, recorded and produced by Jochen Koch
Orchester: Schmalkalden Philharmonie
Solo guitar: Ian Wrong (sic)
Vocals by Fräulein Laura, Quantengod, Wenny and her 2 little birds (sic), Shahin Shirzady
Recording Engineer: David Masseltoff (sic)
Mastering: Armo „Kelle“ Laakkonen und Eroc.
Bewertung: 14/15 Punkten

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Über den Autor

Klaus Reckert

„everything happy, and progressive, and occupied“
K. Grahame, The Wind In The Willows

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Autumn of Pækward – Cern

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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