11Paranoias – Reliquary For A Dreamed Of World

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(58:09, Download, Ritual Productions, 2016)
Nebulöse Doom-Attacken mit Wumms! Auf ihrem dritten Longplayer machen die Briten ernst und präsentieren uns ihr Opus Magnum. Es funktioniert gleichsam als Blaupause des Doom’n Sludge-Metal beziehungsweise -Rock, weil es sämtliche Klischees bedient. Das zeugt zwar nicht immer von Kreativität, funktioniert aber derart gut, dass man sich dem Sog dieses Malstroms eben nicht entziehen kann.

Die 11Paranoias sind keine Freunde vieler Worte und großer Gesten. Hier, auf „Reliquary For A Dreamed Of World“, hält die Band sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf und drischt dem Hörer eine Faust aus der Alptraumwelt voll auf die Zwölf. Und nach der erst einmal für Kahlschlag sorgenden ‚Peripheral Metamorphosis‘ ist sie sich nicht zu schade, mit ‚Destroing Eyes‘ gleich das Kernstück des Albums nachzulegen – eine viertelstündige Tour de Force, mit der die Musiker weder sich noch das Publikum schonen und dabei in andere Sphären eintauchen.

Dafür schalten die 11Paranoias später mehrere Gänge herunter, bis hin zu dunklen psychedelischen Exzessen, die mit ‚Avallanius‘ und ‚Mutus Liber‘ fast rituellen Charakter annehmen.
Bewertung: 10/15 Punkten (CA 10, KR 10)

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Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur
-Weltenbummler
-involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic…

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11Paranoias – Reliquary For A Dreamed Of World

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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