The Freeks – Shattered

0

hps044_thefreeks-shattered(46:46, CD, Heavy Psych Sounds Records, 2016)
Die „Screaming fuzzed psychedelic rock“-Band The Freeks aus Los Angeles bringt heute ihr drittes Album „Shattered“ heraus.

2007 wurde die Band von Ruben Romano (Vocals, Guitar, Percussion) gegründet, 2008 folgte die erste, selbstbetitelte LP. Hatte Romano bis 2010 das Projekt noch mit Musikern aus aller Welt bestückt, versammelte er für die 2013er-LP „Full On“, die auf dem Band-eigenen Label „Freek Flag Records“ erschienen ist, L.A.-basierte Musiker für eine feste Besetzung. Diese besteht aus Tom Davies (Bass, Vocals), Jonathan Hall (Guitar, Vocals), Esteban Chavez (Organs, Electric Pianos, Synths) und Bob Lee (Drums, Percussions) und hat auch das bahnbrechende „Shattered“ aufgenommen. Der Name des Albums ist Programm!

‚Tiny Pieces‘ beginnt mit einem dreckigen, harten Riff, das die Richtung für die nächste Dreiviertelstunde vorgibt. Die restlichen Instrumente setzen ein, die zweite Gitarre spielt einige schöne Licks, dann kommt Romanos Stimme. Die ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn auch nicht unpassend. Ein noch heiserer schreiender Brian Johnson wäre vielleicht der nächstliegende Vergleich. Unabhängig davon rockt das Lied gewaltig, und vor allem die Gitarrenarbeit ist klasse.

Der Übergäng zu ‚Where Did You Go‘ ist fließend, wir grooven weiter, unterstützt von Piano-Licks, die dem Ganzen eine besondere Note verleihen und sowohl die düstere Atmosphäre des Refrains als auch die Headbanger-Atmosphäre der restlichen Parts unterstreichen. Auch die verzerrte Stimme gegen Ende trägt zur Stimmung bei und rundet das Gesamtpaket, die Wucht dieser ersten beiden Songs, perfekt ab. Ein gelungener Album-Opener, der in die Fresse haut.

Zeit zum Verschnaufen bleibt kaum. Gitarren-Sirenen läuten ‚Strange Mind‘ ein. Hier wird weiter gerockt, aber in schöner psychedelischer Manier, unterstützt von großartiger Orgelarbeit. Mittlerweile gehört auch die Stimme zum musikalischen Rahmen und fällt nicht mehr heraus. Die Rhythmusgruppe leistet ebenfalls ganze Arbeit und legt die Basis für all das, was sich darüber austoben möchte. Vor allem ab der Mitte wird es über einem krummen Fünfer-Takt richtig spacig! Dann noch einmal Rückkehr in den Refrain des Songs. Wow!

Immer für eine Überraschung gut, und doch geht es ab und alles wird in Grund und Boden gespielt. Dieses Rezept führen The Freeks über die nächsten zehn Songs weiter aus und am Ende steht man schwitzend und zufrieden da. Diese Platte reißt mit! „Shattered“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Fazit: Musikalisch wirklich top – rockig, groovy, mitreißend! Hat man sich an die Stimme ein wenig gewöhnt – oder wenn man sich von Anfang an nicht an ihr stört – steht dem Hörvergnügen nichts mehr im Weg.
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 11, PR 11)

original

The Freeks. Freaky! (Foto: Band)

Surftipps zu The Freeks:
Homepage
Facebook
Twitter
Soundcloud
Bandcamp
Spotify
YouTube
Instagram
MySpace
tumblr

 

 

Teilen.

Über den Autor

Philipp Roettgers

“Journalism is a low trade and a habit worse than heroin, a strange seedy world of misfits and drunkards and failures.” - Hunter S. Thompson. “Art is long and life is short, and success is very far off.” - J. Conrad

Antworten

The Freeks – Shattered

von Philipp Roettgers Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
0