Triangle – Alert & Alive

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12802731_872443806187175_1713184816754848460_n(59:20, CD, Eigenpressung, 2016)
Ganze 16 Jahre lang war die niederländische Band Triangle in der Versenkung verschwunden. Größere Spuren hat sie nicht hinterlassen, an diesem Umstand ändert auch das nun vorliegende Werk „Alert & Alive“ wenig. Das Album poltert in schlechtester Soundqualität mit dem Opener ‚Alert‘ los, die Hi-Hat nervt hier nach spätestens 30 Sekunden und erschwert einem das Weiterhören. Versucht man den üblen Sound auszublenden, bleibt leider auch nicht viel mehr übrig. Monotone Gesangslinien ergänzen sich mit selten uninspirierten Gitarren und Keyboardparts.

Auch die nachfolgenden Songs ändern wenig am negativem Gesamteindruck. Das instrumentale ‚Reunion‘ würde gerne ein wenig wie Rush klingen, scheitert dabei aber an der beschriebenen Ideenlosigkeit der Band. ‚Aligned‘ demonstriert die nicht vorhandene Inspiriertheit mit einem fast dreiminütigen Intro, in dem so gut wie nichts passiert.

Im weiteren Verlauf der CD versucht man immer wieder große Vorbilder wie Marillion, Spock’s Beard, Yes, Genesis oder IQ zu kopieren. Alles Nacheifern bleibt aber letztlich fruchtlos, es bleibt beim immer gleichen monotonen Soundbrei, wenig griffigen Melodien und blassen Gesangsdarbietungen. Was überhaupt kann man hier positiv erwähnen? Immerhin die Gitarrenarbeit ist auf einem guten Niveau. Auch ist an wenigen Stellen erkennbar, dass die Band durchaus mehr aus sich hätte machen können. Dafür fehlen aber größere Sorgfalt bei der Produktion und Gespür für wirklich spannendes Songwritig.

Abschließend bleibt die Frage, warum sich Triangle nach 16 Jahren mit diesem Machwerk zurückmelden. Vielleicht hätte man die Historie besser mit dem immerhin wohlwollend von der Progszene aufgenommenen Vorgängeralbum ruhen lassen sollen.
Bewertung: 4/15 Punkten

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Über den Autor

Henrik Kropp

Alles wird gut, solange du progressiv bleibst!

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Triangle – Alert & Alive

von Henrik Kropp Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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