Heavy Psych Sounds Records Compilation 041

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HPS041_Sampler(77:44; 1 CD, Heavy Psych Sounds Records, 2016)
Der Name des Plattenlabels Heavy Psych Sounds Records spricht wohl für sich und benötigt keine weitere Erklärung. Und für alle, die genau dieser Name und die damit verbundene Musik anspricht, ist am 8. April eine Compilation erschienen, die alle aktuellen Bands des Labels präsentiert. 17 Bands und Künstler sind in alphabetischer Reihenfolge auf diesem Promo-Sampler versammelt und bedienen das ganze Brett der auf dem Cover vermerkten Genres: Heavy Psych, Stoner, Retro Rock, Sludge, Acid Rock, Doom, Space Rock, 70s Rock und Garage Fuzz. Für Fans dieser Musikrichtungen ist diese Compilation genau das Richtige.

Nach Ape Machine’s ‘Give What You Get’, getragen von einem treibenden eingängigen Riff und etwas farblosem Gesang, kommt mit Banquets ‘Set Me Free’ der erste Anspieltipp der Platte. Ein (natürlich) Black-Sabbath-artiges Riff, verzerrter, schwammiger Siebziger-Sound als Anlehnung an die alten Sabbath-Platten und einige den Heroen ensprechende typische Brüche und Einwürfe. Der Sänger singt auch ein wenig ähnlich wie Ozzy, doch ist die Stimme weit entfernt vom Original.  Es folgen viele gute, einige durchschnittliche und kaum schlechte Songs auf dieser rockigen Reise. Black Rainbows ‘Electrify’ beginnt mit einer Bassdrum, die in den verzerrten Fuzz-Riff führt; der Song ist treibend und lebt von sphärischem, rauhem Gesang. Schön auch der Einsatz der Cowbell!

Richtig düster und schleppend kommen Deadsmoke mit ‘Liar Behind Me’ daher. Verzerrte Sounds und Schreie erzeugen eine aggressive Stimmung und das Stück walzt alles nieder, bis nur noch Bass und Schlagzeug das Hauptmotiv tragen und die Gitarre spitz und stechend darüber spielt – dann geht das Chaos weiter. Farflungs ‘We Are E’ besticht durch ein tolles Intro mit verzerrten Stimmen und Sounds; orientalisch angehaucht tauchen wir in den Song ein, der an die frühen Pink Floyd in der Syd-Barrett-Phase erinnert. Glitter Wizards entzücken in ‘The Hunter’ mit dem Einsatz der Orgel, der Gesang lässt einen fast an den frühen James Hetfield denken. Das Lied hat einen schönen Wechsel in der Mitte, und vor allem das Keyboard scheint durch und bereichert den Song.

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Man fragt sich kurz, ob hier wirklich eine Frau singt (ja, das ist eine!), dann tritt der Wow!-Effekt ein, als man merkt, dass sich ihre Stimme perfekt in den Stoner-Hintergrund einfügt: Holy Groves ‘Death of Magic’ ist ein weiterer Anspieltipp und unter anderem interessant wegen des krummen Taktes in den Strophen. Die nächste Sängerin hören wir in My Home On Trees’ ‘Winter’. Es beginnt mit einem Filmmusik-Zitat als Intro (falls jemand weiß, woher das stammt, bitte gerne ergänzen!), gefolgt von Grace-Slick-artigem Gesang im harten Musikgewand. Später kommt düsterer, fast growlender Männergesang dazu, der „This is my winter“ proklamiert. Hier hören wir als Gast Steve Moss von The Midnight Ghost Train. Seinem metalartigen Einsatz folgt eine tolle Instrumentalpassage.

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Auch die anderen Songs fügen sich gut in das Thema des Samplers ein, die Auswahl die hier getroffen wurde, ergänzt sich sehr gut. Visuell wird das Ganze durch ein Totenkopf-Cover abgerundet. Auf der Rückseite sehen wir ein Bild aus “Easy Rider”, eine Fledermaus und eine schöne Frau – alles in psychedelischen Schwarz-Rot-Tönen gehalten. Passt perfekt. Wer also Fan von Heavy Psych, Stoner, Retro Rock, Vintage Rock, Proto Punk, Sludge, Acid Rock, Doom, Space Rock, 70s Rock, Garage Psych, Fuzz Blues ist, wird hier sicherlich fündig. Man lernt die eine oder andere Band kennen, die begeistert, daher ist diese CD absolut eine Anschaffung wert!
Bewertung: 9/15 Punkten (KR 9, PR 9)

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Philipp Roettgers

“Journalism is a low trade and a habit worse than heroin, a strange seedy world of misfits and drunkards and failures.” - Hunter S. Thompson. “Art is long and life is short, and success is very far off.” - J. Conrad

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Heavy Psych Sounds Records Compilation 041

von Philipp Roettgers Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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