The Golden Grass/Banquet/Wild Eyes/Killer Boogie – 4 Bands Split, #2

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HPS038_TheGoldenGrass-KillerBoogie-WildEyes-Banquet(53:17, CD, Heavy Psych Sounds, 2016)
Das Stoner-Psych-Fuzz-etc.-Label Heavy Psych Sounds hat Volume 2 seiner „4-Way Split“ herausgebracht. Das Konzept, vier Bands des Labels mit jeweils drei Songs zu repräsentieren, funktioniert ein weiteres Mal außerordentlich gut. Hörte man auf dem ersten Sampler noch Naam, White Hills, Black Rainbows und The Flying Eyes, werden uns hier nun die Bands Wild Eyes, Banquet, The Golden Grass und Killer Boogie schmackhaft gemacht.

Den Anfang machen die Rocker von The Golden Grass. Ihr erster Track ‚Livin’ Ain’t Easy‘ ist bodenständiger Hard Rock mit 70er-Jahre-Feeling. Besonders interessant sind der Mittelteil und der coole, überraschende Endteil. Die Percussions sind äußerst effektvoll eingesetzt. ‚Flashing Out Of Sight‘ beginnt mit einem typischen Mitklatsch-Anfang, bevor die Band ihren Siebziger-Jahre-Hardrock zelebriert, untermalt von Backgroundsängerinnen. Die Akustik-Gitarre passt großartig und der Mittelteil ist total entspannt. Anspieltipp!

Weiter geht es mit ‚Hot Smoke & Sasafrass‘, welches mit einer Flöte garniert wird, bevor die nächste Band vorgestellt wird: Killer Boogie. Das Motto der Band scheint, laut Booklet, „Fuzz“ zu sein, und das hört man aus jedem einzelnen der drei Stücke heraus. Alles ist verzerrt, auch der Gesang, es rockt und erinnert leicht an Wolfmother. ‚The Thunder‘, die dritte Nummer, donnert entlang im Sabbath-ähnlichen Gewand und ist mit Abstand das beste der drei Stücke. Mit einem Schrei beginnt ‚Long Time No See‘ von den Wild Eyes und es geht richtig groovig los. Dank der Sängerin erinnern die Wild Eyes natürlich an andere Bands des Genres, wie die Blues Pills. Die Musik macht richtig Spaß, die ein- und ausfadenden Gitarrensounds sind klasse eingesetzt und die Rhythmusgruppe treibt den Song gekonnt voran. ‚Gator Shaker‘ beginnt allein mit der Gitarre und sobald der Rest der Band einsteigt, will man mithüpfen. Bei ‚Hot Sand‘ steht Sängerin Jaeniece Gonzalez im Mittelpunkt: „Making love in the hot sand together with you“ kommt sexy und sinnlich rüber. Und die Band spielt einfach nur total cool dazu.

Banquet sind als letztes dran, und bei ‚Seven Sisters‘ fallen als erstes die zwei Gitarren auf. Der Song wirkt fast Metal-artig, der Gesang klingt von weit entfernt herüber. Insgesamt geht die Nummer richtig ab! ‚Starmaker‘, das Highlight der Banquets, beginnt äußerst spannend mit einer wilden Gitarre, während die zweite kurz darauf etwas sehr Verträumtes dazu spielt. Eine interessante Kombination! Der Bass läutet das eigentlich Lied ein, eine weitere rockige Nummer. Abgeschlossen wird das Album durch ein verstonertes Cover von ‚Runnin’‘ by Baby Huey (and the Baby Sitters).

Das Cover, in Gelbtönen gehalten, und mit psychedelisch verfärbten Bildern von nackten Menschen, Totenköpfen, Motorrädern und weiteren „typischen“ Motiven, stammt vom Branca Studio und ist typisch für die Cover vom Heavy Psych Sounds Label. Eine gelungene Compilation, um diese Bands kennen zu lernen, und ein rundes Gesamtpaket!
Bewertung: 9/15 Punkten (KR 9, PR 9)

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Über den Autor

Philipp Roettgers

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von Philipp Roettgers Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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