Rick Wakeman: Rückkehr zur Tafelrunde der Artus-Ritter

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rick-wakeman-the-myths-and-legends-of-king-arthur-and-the-knights-of-the-round-table-back Schmetternde Synthie-Fanfaren, perlende Pianoläufe, Chor und Orchester satt – alles echt, nicht aus der Dose, herrlich. Sir Lancelot und Sir Galahad, der Schwarze Ritter und Zauberer Merlin, klirrende Schwerter, die schöne Lady Guinevere mittendrin, und die Sachsen auf dem Sprung das frühmittelalterliche England zu erobern – alles in allem ein mordsmäßiges Prog-Spektakel: „The Myths and Legends of King Arthur and the Knights of the Round Table“. Bombast ohne Ende, Romantik, tolle Melodien. Schwulst? Oh ja, ein bisschen. Kitsch? Na klar, aber schön! Neulich mal wieder die Nadel in der Rille, lange nicht gehört, fast verdrängt wie gut es ist. Rick Wakeman mag es ähnlich gegangen sein – der Keyboard-Flitzefinger und Yes-Veteran legt derzeit letzte Hand an ein stark erweitertes Remake seines opulenten Konzeptalbums von 1975. Es ist fast komplett im Kasten, Mitte Juni soll es erscheinen.

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unspecifiedDas „The Myths and Legends …“-Remake wird  auf CD, als limitierte Doppel-LP sowie als Download verfügbar sein und neben allen Originalkompositionen fünf in jüngerer Vergangenheit neu geschriebene ergänzende Stücke enthalten, das Artwork kommt von Roger Dean.

Wakeman finanziert die Neuaufnahme über eine Crowdfunding-Kampagne, die das gesteckte Einnahmeziel bereits deutlich übertroffen hat, aber noch bis Juni läuft. Wer sich beteiligt, kann je nach Höhe seines Beitrages zwischen allerlei in solchen Fällen üblichen Gegenleistungen wählen. So winken Einzahlern unter anderem signierte CDs und LPs, außerdem Poster und Memorabilia wie T-Shírts oder ein originalgetreuer Nachdruck des Programmheftes zu Wakemans legendärer „King Arthur“-Aufführung als Eisrevue 1975 in der Wembley-Arena.
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Konnte und mochte man tiefer in die Tasche greifen, taten sich darüber hinaus aber auch noch ganz andere Möglichkeiten auf: So kostete ein von Wakeman handsigniertes und mit persönlicher Widmung versehenes Original des erwähnten Wembley-Programmheftes 320 Euro (verkauft), die Teilnahme an einer Konzert-Generalprobe des Meisters mit Chor und Orchester am 16. Juni in London 450 Euro (ausverkauft), und für je 2500 Euro waren drei maßgeschneiderte „King Arthur“-Capes zu haben (auch ausverkauft). Fans, die 5000 Euro locker machen, bekommen einen Credit als „Executive Producer“ (noch zu haben).

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Verlockend für Vinyl-Freaks: von grumpy old Rick signierte LP-Testpressungen (ausverkauft)

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Letztes Jahr erschien eine ansprechende Reissue mit CD und Audio-DVD. Auf der CD befindet sich das vollständige Album ohne Bonustracks, auf der Audio-DVD ein Quadrophonie-Mix

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Scharf: den Käufern auf den Leib geschneiderte „King Arthur“-Kutten

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der „Caped Crusader“ bei der Arbeit: Wakeman bringt das erweiterte „The Myths and Legends …“ im Juni auf die Bühne – leider nur in London

Anlässlich des „Stone Free“-Festivals in der Londoner O2-Arena am 18. und 19. Juni wird Wakeman „The Myths and Legends of King Arthur and the Knights of the Round Table“ als Headliner des zweiten Tages erstmals seit 1978 wieder in Gänze live aufführen; vor ihm treten dort unter anderem Steve Hackett und Marillion auf.

Surftipps zu Rick Wakeman:
Homepage
Crowdfunding-Kampagne
Wikipedia über Wakeman
Prog Archives

Abbildungen: Universal Music, Lee Wilkinson Multimedia, Pledge Music

 

 

 

 

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Detlev Schmidt

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Rick Wakeman: Rückkehr zur Tafelrunde der Artus-Ritter

von Detlev Schmidt Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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