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    Du bist hier:Home»Reviews»Profuna Ocean - In Vacuum

    Profuna Ocean - In Vacuum

    0
    By Daaty on 9. März 2016 Reviews

    In Vacuum(62,22, CD, Freia Music, 2016)
    "In Vacuum" ist der zweite Longplayer von Profuna Ocean aus den Niederlanden. Auf dem Anfang des Jahres veröffentlichten Album bedient sich das Quartett ziemlich unverhohlen der musikalischen Rezeptur der inzwischen von Steven Wilson auf Eis gelegten Porcupine Tree. Fans der Stachelschweine, die aufgrund des Hiatus an Entzugserscheinungen leiden, dürfen also aufhorchen.

    Ob "In Vacuum" als Ersatzdroge in Frage kommt, hängt vom Anspruch des Hörers ab, handwerklich kann man der Band jedenfalls nichts vorwerfen. Das eröffnende 'Thousand Yard Stare' ist ein knackiger Rocker, der die eingangs erwähnte Fährte überdeutlich verfolgt. Titel wie 'Even Less' oder 'Blackest Eyes' standen hier wohl Pate. Im Folgenden bleibt das Tempo zunächst hoch. Das 13-minütige 'Hanging In The Balance' überzeugt zunächst mit Groove und galoppierenden Drums, um im Mittelteil in eher sphärische Gefilde zu driften. Allerdings sind auch hier die Ingredienzien inklusive Stakkato-Riffs, Breaks und mehrstimmigem Gesang im Schlussteil allzu offensichtlich an die Vorbilder angelehnt. Einzig die oft etwas käsig wirkenden Tastensounds hätte ein Richard Barbieri sicher nicht gewählt.

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    Mit 'Ghosts' gelingt eine akustische Ballade, die sich angenehm von den vorherigen Titeln absetzt. In 'Beautiful Sunrise', einem weiteren Longtrack, versucht man sich zumindest anfangs stilistisch etwas in Richtung Neo-Prog freizuschwimmen, doch schon der Mittelteil fällt wieder ins beschriebene Muster. Dasselbe gilt für das abschließende 'Clean Slate', was letztlich zu dem Fazit führen muss, dass Profuna Ocean (noch?) eine gehörige Portion eigener Identität fehlt. Vorbilder zu zitieren ist legitim und gelegentlich auch charmant, aber die Band kommt selten über den Klon-Status hinaus. Wie so oft, erreichen letztlich auch die Kompositionen nicht die Klasse der Vorbilder.

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    Bleibt zu wünschen, dass man das vorhandene Potenzial künftig in eigenständige Gefilde lenkt, um nicht auf Dauer wie eine Ersatzdroge zu wirken.
    Bewertung: 8/15 Punkten (JM 8, KR 6)

    Surftipps zu Profuna Ocean:
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    CD Freia Music Klon Longtrack Neo Prog Niederlande Porcupine Tree Profuna Ocean
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    Daaty

    Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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