La Curva Di Lesmo – La Curva Di Lesmo

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La Curva di Lesmo(52:06, CD, AMS Records, 2015)
Eine weitere interessante Neuveröffentlichung aus bella Italia. La Curva di Lesmo nennt sich diese Formation – und was hat sie beispielsweise mit Höstsonaten, Finisterre oder Aries gemeinsam? Der ausgesprochen umtriebige Fabio Zuffanti hat auch hier seine Finger im Spiel. Im Grunde genommen handelt es sich bei La Curva di Lesmo um ein Duo, zu dem neben Herrn Zuffanti (Bass Gitarre, Bass Pedale und Effekte) noch Keyboarder Stefano Agnini zählt, der – um den Tastenfan ins Bild zu setzen – folgendes bedient: EMS VCS3, Moog, Solina, Elka Synthex, Roland Super Jupiter, Roland TB303 bass, Roland TR808 drum, KeyB organ, Waldorf Streichfett, Mellotron 4000D, Manikin Memotron. Das klingt doch schon mal nach einer ordentlichen Ladung Symphonic Prog, so zumindest der erste Verdacht. Womit man im Grunde genommen auch richtig liegt.

Eine große Schar Gastmusiker sorgt hier für ein breites Klangbild, bei dem die Keyboards dominieren und beispielsweise Geigen und Flöte für spezielle Farbtupfer sorgen. Es ist sicherlich kein Zufall, dass fast die komplette Besetzung von La Coscienza di Zeno dabei ist, denn neben dem ebenfalls gastierenden Luca Scherani bedient Agnini dort die Tasten. Bei den Kollegen anzufragen, ist dann ja naheliegend. Möglicherweise mitentscheidend für Gefallen oder Nichtgefallen ist der hohe Gesangsanteil bei diesem Album. Mit Jenny Sorrenti, Claudio Milano, Max Manfredi, Beatrice Antolini, Claudio Roncone und Matteo Merli sind sechs Sängerinnen und Sänger beteiligt, hinzu kommt Jutta Taylor Nienhaus als Erzählerin, die zum letzten Track einen deutschen Text beisteuert. Ebenfalls an Bord sind Fabio Gremo von Il Tempio delle Clessidre und Flötist Edmondo Romano, den man von Eris Pluvia kennt.

„La Curva Di Lesmo“ besteht gerade mal aus drei Songs. Der Opener bringt es auf achteinhalb Minuten, gefolgt von einem 17-Minüter und dem abschließenden, in fünf Abschnitte aufgeteilten gut 26-minütigen ‚Ho Rischiato Di Vivere‘. Einiges spielt sich im Bereich Symphonic Prog ab, im Abschlusstrack kommt auch mal hymnischer Bombast zur Geltung. Darunter mischen sich spacige Elemente und ein leichter Folk-Einschlag, auch Pop-Attitüden sind bemerkbar. Gesungen wird italienisch, das Album wirkt hier und da eher poppig und manchmal etwas süßlich, aber insgesamt hinterlässt es einen sehr ordentlichen Eindruck. Speziell der Longtrack bietet einige Abwechslung – da wird es auch mal sperrig, kurz kommt etwas (Mother)Gong-Atmosphäre auf. Fazit: ein weiteres gelungenes Zuffanti-Projekt.
Bewertung: 10/15 Punkten

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von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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