Vennart – The Demon Joke

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Vennart-The-Demon-Joke-2015-Cover(42:26, CD, Superball/EMI, 2015)
Wem (wie dem Rezensenten) der Name erstmal nichts sagt: Mike Vennart hat von 1998 bis 2011 die Geschicke der großartigen, aber von uns gegangenen Oceansize gesteuert und war seither u.a. bei
British Theatre aktiv und vor allem als Tour-Gitarrist von Biffy Clyro weltweit unterwegs. Auf diesen Tourneen, buchstäblich in Hotelzimmern, wie der Künstler erläutert, entstanden auch die Ideen und Skizzen zu dem, was hier als sein Solo-Debüt vorliegt. Allerdings vergewisserte sich der Sänger/Gitarrist in sein Home Studio zurückgekehrt der kompetenten Mithilfe von Steve Durose (Gitarre, Gesang; Oceansize, Amplifier) sowie vom Oceansize-Kollegen Richard „Gambler“ Ingram (Keyboards). Komplettiert wird das Quartett durch Dean „Denzel“ Pearson am Schlagzeug.

Das Eingangsstück ‚255‘ lebt vom Kontrast des Genesis-haften Keyboard-Bombasts und der mit Telefonstimmen-Effekten verfremdeten und (zunächst) zusätzlich in den Hintergrund gemischten Gesangsstimme. ‚Doubt‘ hingegen paart noisige Gitarren und Rhythmussektion reizvoll mit Kevin Moore-artigen Lead vocals. ‚Infatuate‘ klingt kurz beinahe wie ein My Sleeping Karma-Stück, sehr kurz, denn dann setzt Denzels Powerdrumming und der Gesang (u.a. Guest vocals von Jo Spratley, The Cardiacs?) ein. Den melodischen Höhepunkt eines in seiner Stilvielfalt interessanten, aber dadurch auch ein wenig zerrissen wirkenden Albums bietet das radiotaugliche ‚Don’t Forget The Joker‘.
Bewertung: 10/15 Punkten

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‚Operate‘ (Soundcloud)
‚Infatuate‘ (Soundcloud)
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Über den Autor

Klaus Reckert

"everything happy, and progressive, and occupied" K. Grahame, The Wind In The Willows

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Vennart – The Demon Joke

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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