Machines Dream – Immunity

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Immunity(43:51, Sonic Vista/Aurovine/Just For Kicks, 2014)
Die Kanadier von Machines Dream präsentieren mit „Immunity“ ihr zweites Album. Der epische zweiteilige Titeltrack ist sowohl Opener als auch abschließendes Stück des Albums. Dazwischen sind drei weitere Titel eingebettet. Ein Klassiker also, was das Formale betrifft, zumindest im Rahmen des Progressive Rock.  Stilistisch siedelt sich die Band selbst in der Nähe von Porcupine Tree, Marillion und Pendragon an. Das ist legitim, die Einflüsse sind durchaus hörbar. Insbesondere frühe PT-Werke wie etwa „The Sky Moves Sideways“ könnten potenziellen Hörern in den Sinn kommen. Der Grundton des Album ist durchgängig moll-lastig und wird in meist schleppenden Tempo dargeboten. Was sofort auffällt ist die eigenwillige Produktion des Albums, wobei nicht ganz klar wird, ob das als Stilmittel zu verstehen oder schlicht ein schlechter Mix ist – der Rezensent tendiert zu letzterer Annahme. Gewöhnungsbedürftig ist der Sound allemal, insbesondere der des Schlagzeugs und diverser Gitarren. Die einzelnen Titel treiben gleichmäßig dahin, was leider auch durch Craig Wests recht eindimensionalen Gesang nicht durchbrochen wird. Der Übergang von ‚Immunity Part 1‘ zu ‚Battersea Trancendental‘ ist eigentlich nur im Display des CD Players feststellbar. Immerhin nimmt der Song gegen Ende etwas an Fahrt auf. ‚Broken Door‘ jedoch nimmt das Tempo wieder zurück und schleppt sich inklusive Mellotron und Sologitarre zäh dahin. Das folgende ‚My Ocean Is Electric‘ entfaltet etwas mehr Dynamik und tendiert dabei in Richtung AlternativeRock.

Der abschließende zweite Teil von ‚Immunity‘ bringt zunächst die verhaltene Stimmung des ersten Teils zurück, baut dann aber  zunehmend Spannung auf und wird in den letzten Minuten härtere Gefilde gelenkt. Leichte Reminiszenzen an spätere Fates Warning kommen in den Sinn, jedoch ohne deren Virtuosität und Klasse.

Als Album kann „Immunity“ nur schwerlich punkten. Im Ganzen wirkt das Werk zäh und arm an Höhepunkten, was insbesondere am Gesang, den repetitiven Songstrukturen und nicht zuletzt (gewollt oder ungewollt) am Sound des Albums liegt. Trotzdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass an einigen Stellen ein gewisses Potenzial durchschimmert, das Machines Dream noch zu besseren Werken befähigen sollte.
Bewertung 7/15 (DH 7, KR 8, KS 6)

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Über den Autor

Dieter Hoffmann

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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von Dieter Hoffmann Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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