Colour Haze – To The Highest Gods We Know

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ColourHaze-ToTheHighestGodsWeKnow
(42:00, CD, Elektrohasch /Sonic Rendezvous, 2015)
Endlich ein Nachfolger für das 2012er Werk „She Said“ der erfolgreichen Psychedelic-Stoner-Combo von Elektrohasch-Chef Stefan Koglek. Und es ist die für den Rezensenten bislang ansprechendste Colour Haze-Veröffentlichung überhaupt geworden! Hier stimmt einfach mal alles. Zum Beispiel der Aufbau – allein dieses geheimnisvolle Intro und das wie eine Karawane langsam Fahrt aufnehmende ‚Circles‘, dessen fast doomig-böse werdendes Riffing von Albrecht Bubers und Werner Aldingers Bläser-Attacken gekrönt werden! Der CD-Höhepunkt wird erst mit dem Titelsong erreicht, dem noch eine (hidden) Coda kurz nachruft. Für das vorherige ‚Paradise‘ müssen trocken rockende 3:30 reichen und beim wuchtigen „Call“ überzeugt nicht zuletzt der beschwörende Gesang.

Ja, und das Titelstück… diese Stoner Rock meets Kammer- meets Weltmusik-Suite ist wohl das bisherige Meisterstück der Münchner. Als eine Art beschaulicher Desert Blues beginnend (man glaubt fast, die Wölfe des Artworks vor einem Sonnenuntergang zu sehen und heulen zu hören), gerät „TTHGWK“ durch die sich einschleichenden, hier orientalisch klingenden Bläser und Streicher des Modern String Quartet (arrangiert von Mathis Nitschke) zu besagtem, zehnminütigem Magnum Opus der Weltmusik. Daher neben allen Stoner-Fans auch Freunden der Musik von beispielsweise Rabih Abou-Khalil, Anouar Brahem oder dem „Hamada“-Album von Jazztrompetengott Nils Petter Molvær empfohlen.
Bewertung: 13/15 Punkten (KR 13, KS 11)

PS: Die Live-Präsentation des Album-Materials klang völlig anders, aber nicht weniger großartig!

PS: Am 15.03. erscheint „TTHGWK“ übrigens zusätzlich als LP. Auch und gerade aufgrund des schlichten, aber ästhetischen Artworks (das stammt von Cherry Choke-Gitarrist Mat Bethancourt – und wer hat hier gerade „Orange-Tick“ gerufen?!?) empfiehlt sich das Album unter anderem sehr als Ostergeschenk für Menschen und Hasen mit gutem Musikgeschmack!

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Über den Autor

Klaus Reckert

„everything happy, and progressive, and occupied“
K. Grahame, The Wind In The Willows

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  1. Pingback: Konzertbericht: "Up In Smoke Vol. V"; Colour Haze, Radio Moscow, The Sun And The Wolf; 28.02.; Köln, Live Musc Hall

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Colour Haze – To The Highest Gods We Know

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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