Instrumental Symphonic Rock • Math Rock • Fusion
(52:04; CD, Digital; Trope Audio/Just for Kicks; 04.09.2026)
Manchmal setzt sich was im Hirn aus völlig unerfindlichen Gründen schlichtweg ohne jeglichen Sinn fest. So freut sich der Rezensent immer über ein neues Album von Isobar und denkt sich ‚Fein, wieder ein schönes Instrumentalwerk der Spanier‘. NEIN. Zum x-ten Mal NEIN (x=5), es sind keine Spanier, es handelt sich vielmehr um eine Band aus den USA. Kalifornien, um genau zu sein. Noch genauer: San Jose (aha, vielleicht rührt es daher…).
Wie weit sie sind, lässt sich bei dem aus ehemaligen Metaphor-Musikern entstandenen Quartett leicht erschließen, wir befinden uns hier auf ihrem fünften Album. Sie haben sie schlichtweg durchnumeriert. Nein, auch falsch – durchnummeriert muss es heißen. Die Besetzung ist über die Jahre stets konstant geblieben, seit Nummer Fünf gehört der umtriebige Drummer Mattias Olsson, bestens bekannt durch sein Mitwirken unter anderem bei Änglagård, Galasphere 347, Necromonkey, Molesome, White Willow, zum festen Line-Up. Eine bestens eingespielte Combo also.
Die zehn Tracks bieten feinen rein instrumentalen Symphonic Prog, der auch mal Ausflüge in Fusion oder Math Rock Gefilde zulässt. Positiv zu erwähnen sind ebenso die zusätzlichen Elemente, die durch die Gastmusiker an Saxophon und Geige eingebracht werden. Die eh schon abwechslungsreichen Kompositionen erhalten dadurch noch eine weitere feine Nuance.
Wie aus einem Guss ziehen zehn Tracks an einem vorbei, wobei keinerlei Durchhänger auszumachen sind. Und sie ziehen auch nicht einfach so vorbei, ohne Eindruck zu hinterlassen, sondern im Gegenteil – man verspürt Lust, sich das Album immer wieder mal aufzulegen. Sehr stark sind zum Beispiel aus Rezensentensicht die Tracks 'One Woman, One Cow' (das nur auf den ersten Blick an Bob Marley erinnern mag), hier wähnt man sich kurz auf dem Gentle Giant Album "Acquiring The Taste". Auch sind wieder einige sehr schöne Mellotronparts eingestreut, so beispielsweise in 'The Position Of Dr. Mannix'.
Isobar sind sich auch auf ihrem fünften Werk musikalisch treu geblieben, wer also die früheren Werke mochte, wird garantiert mit "V" sehr gut leben können. Fazit: Isobar = Wunderbar. Abgemischt wurde das Album übrigens durch Robert Berry.
Bewertung: 12/15 Punkten
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Besetzung:
• Jim Anderson - bass
• Malcolm Smith - guitars
• Marc Spooner - keyboards
• Mattias Olsson - drums / percussion / twiddly bits
Gastmusiker:
• James Vaughn - saxophones
• John Ettinger - violin
• Patricio Penin - uilleann bagpipes
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Abbildungen: Isobar


