Dream Rock
(37:43; Vinyl, CD, Digital; Eigenveröffentlichung; 23.01.2026)
Shamrain, The Gathering, Pale Forest, Velvet Belly, Arise From Thorns, The Moon Seven Times, All About Eve, Brave und Stille Öpprør sind so Namen von teilweise vergessenen Bands, die mir hier immer wieder beim Hören einfallen. All diese Bands waren Schattenspieler, wollten nie Metal, Goth oder Ähnliches sein – spielten aber mit Melancholie, Sehnsucht und dem progressiv/atmosphärischen Sound zwischen den Stühlen.
Farewood aus Meriden/Connecticut haben mit Leah Booker Lorenzo eine Frontfrau, die mit Sanftmut, Seele, Wärme und einem großen Herzen in der Stimme berührt. Dies war gerade in den späten 90s bei einigen Nischen-Bands zwischen Metal, Wave und atmosphärischem Pop ein gern gesehener Pfund und diese Nostalgie in der Schnittmenge des Sounds aus vorsichtigem Progressive Rock, leisem Doom und allerhand Einflüssen wie Wave/Alternative und Dream Pop hinterlässt in den acht Songs viele schöne, sehr anhaftende Momente.
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Meist sehr simpel gehalten, weiß der tolle Frauengesang mit mal ätherischen, mal kraftvolleren Licks nach dem Hörer zu greifen und jeder der acht Songs kommt irgendwie auf seine Weise stimmig ins Ziel. Nimm exemplarisch den wehmütig-balladesken Titelsong oder die wunderschöne Ballade 'Crossman' und lass Dich mit sanft gehauchten, sehr lieblichen Vocals entführen in ein Meer aus Wohlklang, Schwebezuständen und viel viel undefinierter Sehnsucht. Da bin ich schnell sehr schwer im ätherisch-romantischen Wave Pop der Neunziger angekommen und doomig athmosphärischen Rock gibt es eh inklusive.
Man akzentuiert mit tollen Gitarren gern mal in epische Gefilde – wiederum sind es oft eher die einfachen, sanft rockigen Wave Sounds, die ob ihrer simplen Struktur und hymnischer Melodik ('Watch It Fall Again') spätestens im zweiten Anlauf zünden sollten. Auch wenn ich all das Gehörte als zeitlos schön empfinde, bleiben in der Herangehensweise und Struktur gerade die späten 80s-späten 90s große Einflüsse im Sound. Der perlende Indie-Gitarrensound, das melancholisch Radiotaugliche, der latente Alternative Rock und viele unaufgesetzte Momente machen Freude mit dieser Entdeckung in Sachen Dream Rock.
Bewertung: 11/15 Punkten
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Abbildungen: Farewood/Bandcamp

