
Fuzz Blues • Rock'n'Roll
(36:25; Vinyl, CD; Shoyfella Records/Kozmik Artifactz; 03.02.2026/13.11.2026)
Zunächst die Entwarnung: bei Dirty Dwarfs handelt es sich nicht um eine unanständige Fan Fiction, die an die Werke von Tolkien angelehnt ist. Auch mit Fantasy oder artverwandten Genres hat dies hier wenig bis gar nichts am Zwergenhut. Vielmehr kann man sich beim Hören des selbstbetitelten Albums der Band aus Oberfranken vorstellen, man versänke mit den Stiefeln in tiefem Schlamm. Und dann sind die Schuhe nach einer Wanderung am Mississippidelta oder am Ufer der Regnitz eben dreckig. Ebenso dreckig ist auch die Musik, die das Zwergentrio aus der Hochschulstadt produziert: mächtiger Blues Rock mit aufgedrehtem Fuzz paart sich mit Stoner Rock und Rock'n'Roll inmitten einer gewaltigen Staubwolke.
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Das Album "Dirty Dwarfs" wurde zuerst im Februar 2026 über das hauseigene Indie-Label Shoyfella Records veröffentlicht. Wer sich in der fränkischen Küche auskennt, wird im Namen eine Schweineschulter entdecken. Ein Dreivierteljahr später wird das erste Album der Dirty Dwarfs noch einmal offiziell und auf Vinyl bei Kozmik Artifactz veröffentlicht. Der Langspieler enthält sieben Tracks, die sich vorrangig zwischen Wüstensand, hüfttiefem Schlamm und rauchigen Kneipen bewegen. Als Serviervorschlag steht im Pressetext vom Label, die Platte könne am besten genossen werden, wenn man dabei mit einem Bier in der Hand zum Takt nicke. Zu dieser Aussage gibt es weder Beanstandungen noch Zweifel zu äußern.

Wahrhaftig versorgen die Dirty Dwarfs ihr Publikum hier mit mehr als einer halben Stunde Musik, die zum Ambiente eines lebhaften Kneipenabends, zu langen Autofahrten oder eben auch zu spaßigen Konzerten passt. Das Trio lässt es mächtig krachen und verbreitet dabei Mengen an Staub und Rauch. Doch bis auf wenige Höhepunkte verflüchtigen sich diese Wolken wieder recht schnell. Das atmosphärische Schwergewicht 'Theme of the Winter' am Ende des Albums sei als eines dieser Highlights genannt. Und auch mit 'Super Bus' nehmen die Dirty Dwarfs zur Mitte der Platte gut Fahrt auf. Insgesamt klingt die Musik auf Platte aber leider sehr roh, unausgereift und generisch.
Bewertung: 8/15 Punkten
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Besetzung:
• Florian Thiele (Schlagzeug)
• Andreas Ködel (Bass)
• Michael Binder (Gitarre und Gesang)
Surftipps:
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Alle Abbildungen wurden uns mit freundlicher Unterstützung von Kozmik Artifactz zur Verfügung gestelltl

