Post Metal • Cinematic Post Rock
(47:05; Vinyl, CD, Digital; Pelagic Records; 16.10.2026)
Die Amis aus Virginia passen mit ihrem konfrontativ-progressiven Post Metal perfekt in den Stall von Pelagic. Flimmernde Elektronik, derbe Riffs, viele groovig-vertrackte Grooves/Schlenker und atmosphärische Tiefen – das sind Shy, Low.
Ein ruhiges, eher kurzes cineastisches Stück wie 'Burning Fields' steht den Amis gut, nimmt etwas Fahrt aus der meist doch sehr intensiven, kraftvollen Schlagzahl. Die Platte drückt schon in den meisten Abständen mit Wucht, einem gesunden Maß an Progressivität und vielen dynamischen Details. Melancholische Parts, in denen man sich auch mal treiben lässt, gibt es so eigentlich eher selten. Das abschließende 'Greenwood' weiß hier glücklicherweise stimmungsvoll Akzente zu setzen, bricht aber trotzdem hinten raus die Wände auf.
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Songs wie 'The Charging, Brazen Bull' sind komplexe Brocken, die mit vielen lauten, aber fließend-melancholischen Abschnitten die Genre-Klaviatur vortrefflich bedienen. Wenn es dann für kurze filmische Augenblicke schwelt und driftet, gewinnt die Musik für mich ein feines Maß an Tiefe, wirken die Kontraste zum sonst progressiven, massiven Bollwerk gezielt, bauen stimmungsvolle Brücken und erzeugen Bilder. Perlende und brachiale Riffs sind in ständiger Kommunikation, alles dicht ineinander verzahnt und passen perfekt zwischen all die präsenten Label-Mates.
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Der fast zehnminütige Titelsong taucht für temporäre Momente richtig schön ambient weg, prescht dann umso massiver wieder an die Oberfläche – pralle, manchmal fast Djent-nahe Riffs, unterstützt von poppigen Synths, marschieren immer wieder den Berg hoch, suchen ein Finale, das passende Crescendo.
Verspielt, fordernd, immer etwas vertrackt und unruhig, ohne die atmosphärische Wall of Sound zu missen, schafft die Band mit drei Gitarristen maximale Präsenz, Power und Präzision, ohne den ganz großen Song-Entwurf zu liefern. Stimmig und qualitativ durchgehend auf oberem Level ist "Purity Spiral" allemal.
Bewertung: 11/15 Punkten
Besetzung:
• Dylan Partridge - Drums
• Gregg Peterson - Guitar
• Drew Storcks - Bass
• Zak Bryant – Guitar
• Kai Zamora – Guitar
Surftipps:
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• Rezensionen, Liveberichte & Interviews
Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Hold Tight zur Verfügung gestellt.



