
Deathcore, Melodic Death Metal, Symphonic Black Metal, Nordic Folk
(43:58; Vinyl, CD, Digital; Century Media/Sony Music
Mental Cruelty sind erwachsen geworden. Weg von stumpfen Breakdowns und generischem Deathcore, hin zu einer deutlich breiter gefächerten Auswahl an Genres, bleiben die Karlsruher auf "Echoes Of A Forlorn Land" dennoch fest im Extremmetal verankert. Melodic Death Metal, Melodic Black Metal und symphonische Arrangements treffen auf nordische Folk-Elemente, während die Blastbeats weiterhin wenig Rücksicht auf die eigene Nackenmuskulatur nehmen. 'Weltennacht' eröffnet mit Akustikgitarren, Wolfsgeheul und orchestralen Klängen eine melancholische nordische Kulisse, bevor 'Fenrir' aggressiv, melodisch und groovy nachlegt und 'Blood For Blood' kompromisslose Härte mit epischer Wirkung verbindet. Dass die Melodien dabei mehr Raum bekommen, dürfte nicht zuletzt an der Produktion von Jens Bogren liegen, der dem Ganzen ordentlich Kontur verpasst, ohne die Brutalität glattzubügeln.
'The Serpent Of Midgard' verbindet symphonischen Deathcore mit düsteren Melodien und wuchtigen Riffs.
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'Helheim' hingegen setzt mit Unterstützung von Signs Of The Swarm auf hymnische, folkige Melodien und eingängige Hooks. Der großartige Breakdown sorgt dafür, dass bei aller Eingängigkeit die nötige Durchschlagskraft nicht auf der Strecke bleibt.
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'Draugar' setzt kurze Akustikpassagen als kontrastreiche Ruhepole zwischen Blastbeats und Breakdowns ein. 'Raise The Raven Banner' hält die Balance zwischen Melodie und Härte.
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'Cry Of Batariel' setzt auf Children-Of-Bodom-lastige Keyboards, die dem Song zusätzliche melodische und symphonische Wucht verleihen, und greift mit einem Augenzwinkern die Children-Of-Bodom-typische Vorliebe für Außenseiter und die etwas weniger verlockende Vorstellung himmlischer Harmonie auf. Mit seiner getragenen Stimmung, den nordisch-folkigen Klangfarben und den mehrstimmigen Gesängen erinnert 'Frost' stellenweise an Wardruna, ohne die metallische Schwere ganz abzulegen.
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Nach dem kurzen, pianogetragenen 'Dämmerbruch' bündelt 'Ride Of The Valkyries' schließlich noch einmal die orchestralen und brachialen Seiten des Albums.
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Musik für Schöngeister ist das natürlich immer noch nicht. Doch wer sich bislang von den Deathcore-Wurzeln der Band abschrecken ließ, sollte dem Album eine Chance geben. Fans von Dimmu Borgir, Children Of Bodom oder The Halo Effect dürften an der Mischung aus schwarzmetallischer Raserei, symphonischer Wucht und melodischem Death Metal durchaus Gefallen finden. Mental Cruelty haben ihre musikalischen Grenzen erweitert, ohne dafür ihre Zähne ziehen zu lassen.
Bewertung: 11/15 Punkten
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Besetzung:
• Lukas Nicolai – Gesang
• Nahuel Lozano – Gitarre, Gesang
• Marvin Kessler – Gitarre
• Jonathan Koltun – Schlagzeug
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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Oktober Promotion zur Verfügung gestellt.

