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    Du bist hier:Home»Reviews»John Greenwood - First Day

    John Greenwood - First Day

    0
    By Horst-Werner Riedel on 14. Oktober 2026 Reviews
    John Greenwood - First Day
    Artwork:Andrew Rowland

    Progressive Rock • Symphonic Prog • Rock
    (54:40; CD, Digital; Eigenpressung/ Just For Kicks; 24.07.2026)
    Der promovierte Arzt und Professor John Greenwood dürfte eigentlich im Progressive Rock schon lange kein Geheimtipp mehr sein. Waren doch seine beiden äußerst geschätzten Alben "Dark Blue" (2023) und "The Boy" (2024) bereits in vielerlei Munde, so dass die gleichzeitige Mitgliedschaft des australischen Progressive-Rock-Musikers bei Unitopia schon fast eine Randerscheinung darstellt. Nicht nur als Gitarrist, sondern mehr noch als Multinstrumentalist, Komponist und Texter weiß er sich bestens in Szene zu setzen und das in einer Qualität, die jederzeit aufhorchen lässt.

    Das im Juli 2026 erschienene Album "First Day" ist ein weiterer Beleg für seinen ambitionierten, musikalischen Werdegang und braucht ganz bestimmt keinen Vergleich mit anderen Veröffentlichungen zu scheuen. Ein Grund dafür ist sicherlich erneut die illustre Besetzung mit Größen wie Roger King, Sean Timms und Drummerlegende Chester Thompson. Dass John Greenwood eine sehr musikalische Familie sein Eigen nennen darf, belegen auch jetzt wieder die Gesangseinlagen von Sohn Sam und Tochter Emma Bartsch. Beide tragen zum wiederholten Male dazu bei, auch dem aktuellen Album eine besondere Atmosphäre zu verleihen. "First Day" ist eine musikalische Reise zwischen orchestralen, symphonischen Momenten und cineastischen Klangbildern, wobei zudem eine folkloristische, fast mittelalterliche Stimmung zu verspüren ist.

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    Inhaltlich setzt sich Greenwood unter anderem mit bestehenden sozialen Ungerechtigkeiten und der Kluft zwischen Arm und Reich auseinander. Im Mittelpunkt stehen allerdings Johns Erlebnisse an seinem ersten Arbeitstag als Mediziner, an dem er einer jungen Frau begegnete, die noch am gleichen Tag verstarb. Eine bewegende Geschichte über das fragile Leben, Verluste und Begegnungen, bei der am Ende der schmerzliche Tod steht. All dies eröffnete genügend Spielraum für eine gelungene musikalische Aufarbeitung.

    Verarbeitet hat John Greenwood diese Eindrücke und Gedanken vor allem in der 23-minütigen, mehrteiligen 'First Day Suite'. Neben der symphonischen, aber auch rockigen Instrumentierung sind die wunderschönen Gesangspassagen tragende Elemente. Diese werden bei zwei Tracks durch einen Erzähler (Narrator) komplettiert, indem er die Geschichte ergänzend kommentiert. Eine belebende Form der Präsentation, die auch eine musikalische Größe wie Rick Wakeman bei einigen seiner Alben gewählt hatte, wie z.B. auf dem Album "Journey to the Centre of the Earth".

    Insgesamt ist "First Day" ein Album mit einer Grundstimmung, die zwischen dramatisch, melancholisch und getragen wechselt und dabei aber stets melodiös und harmonisch bleibt. Ein symphonisch, orchestrales Rock-Album, welches besonders denjenigen Prog-Fans gefallen sollte, die sich in dieser unruhigen Endzeitstimmung ein Gefühl für Besinnliches bewahrt haben.
    Bewertung: 12/15 Punkten


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    Weitere Informationen

    Besetzung:
    • John Greenwood (Unitopia) / Lead Male Vocals (except 4.vii), Backing Vocals, Guitars, Bass Guitars, Mandolin, Piano (3), Keyboards, Programming

    Gastmusiker:
    • Chester Thompson (Unitopia, Genesis, Phil Collins, Chester Thompson Trio, Cosmic Cathedral, Frank Zappa, The Mothers of Inventions, Weather Report, The Fusion Syndicate, Air Pocket, Santana) / Drums
    • Sean Timms (Unitopia, Damanek, Southern Empire, Hearts of Fire) / Additional Keyboards, Organ, Piano, Sequencers, Programmed Percussion, Orchestral finessing
    • Roger King (Steve Hackett, The Mute Gods) / Grand Pianos on 'FirstDay Suite'
    • Emma Bartsch / All Lead Female Vocals, Backing Vocals
    • Sam Greenwood / All Vocals on 'Ghosts'
    • Carolyn Lam / Violin, Solo Violin, Strings Leader
    • Matej Sutora / Violin
    • Marta Sutora / Violin
    • Adina Lopez / Violin
    • Asha Stephenson / Viola
    • Samyel Berberyan / Viola
    • Jacqueline Finlay / Cello
    • Louisa Giacomini / Cello
    • Linda Pirie / Flute
    • Jo Bridgman / Oboe
    • Jenny Doe / Euphonium, Tenor Horn
    • Sian Watt / Tuba, Trombone
    • Laura Trotta / Trumpet, Cornet, Flugelhorn
    • Brendan Dougan-Kittel / Accordion on 'Christmas Present'
    • Mark Addy / Spoken Words on 'First and Last Day’ und ‘The Girl’

    Surftipps:
    • Wikipedia John Greenwood
    • Bandcamp
    • Homepage Unitopia
    • Wikipedia Unitopia
    • YouTube
    • Rezensionen, Liveberichte & Interviews


    Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: John Greenwood

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    Adelaide Adina Lopez Andrew Rowland Asha Stephenson Australien Brendan Dougan-Kittel CD Carolyn Lam Chester Thompson Digital Emma Bartsch Jacqueline Finlay Jenny Doe Jo Bridgman John Greenwood Just For Kicks Klassik Laura Trotta Linda Pirie Louisa Giacomini Mark Addy Marta Sutora Matej Sutora Progressiv Rock Rick Wakeman Roger King Sam Greenwood Samyel Berberyan Sean Timms Sian Watt Symphonic Prog
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    Horst-Werner Riedel

    Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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