Progressive Metal
(44:09; CD, Digital; Eiveröffentlichung/Just For Kicks; 10.09.2026)
Mit ihrem fünften Album seit ihrer Gründung 2015 legen die Chicagoer die Messlatte für Bands aus dem Metalbereich ziemlich hoch. Dabei ist auf diesem Album außer Sänger Mark Sugar niemand mehr vom Vorgängeralbum dabei. Sehr erstaunlich, denn "The Promised Land?" war sicherlich kein Fehlschuss.
Obwohl Progressive Metal mich eigentlich nur am Rande interessiert, finde ich dennoch in jedem Song eine interessante Idee, ein tolles Solo oder einfach nur Gefallen an den Arrangements. Nichts wird übertrieben ausgewalzt, jeder musikalische Moment passt und die Tracks kommen allesamt immer schnell auf den Punkt. Um es somit gleich vorweg zu nehmen, empfehle ich dieses Album uneingeschränkt jedem Fan von härteren Sounds in die Richtung Black Sabbath oder auch Metallica. Sie verfallen allerdings nie in die Schwermut- bzw. -fälligkeit und Düsternis der Engländer, sondern stehen 44 Minuten lang auf dem Gaspedal.
Es fällt mir tatsächlich schwer, einen Track als Favoriten zu benennen, denn das Album hat keine schwachen Momente. Jeder Fan der Metalszene dürfte mir in diesem Punkt wahrscheinlich zustimmen. Da die acht Tracks alle zwischen vier und sechs Minuten dauern, gibt es wie bereits angedeutet auch keine unnötigen Frickeleien und dementsprechend wird ohne Firlefanz die Qualität hoch gehalten. Zusätzlich lupfen die Augenbrauen auch mal außerordentlich nach oben wie am Anfang des Songs 'Silent Wars', wenn der Bass deine Lautsprecher auf ihre Festigkeit prüft. Das sind dann die Sahnehäubchen in einem von der ersten Sekunde an überzeugenden Album.
Die Kompositionen sind keineswegs ungewöhnlich oder kompliziert, kommen jederzeit schnell in ihre Umlaufbahn und......machen einfach Spaß, um mal richtig abzurocken. Wer also mal wieder ein richtig geiles Album ohne viel unnötiges Drumherum sucht, der ist hier absolut an der richtigen Adresse. Die Amerikaner haben zwar auch schon auf den ersten vier Alben immer Qualität abgeliefert, aber hier halten sie das hohe Level von der ersten bis zur letzten Sekunde. Dass die Amis dabei gegenüber den ersten Alben meist auf Thrashelemente verzichten, gefällt mir persönlich auch besser.
Absolute Empfehlung für Progressive Metalfans und Neugierige.
Bewertung: 12/15 Punkten
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Abbildungen: Black Sites/Bandcamp


