Cinematic Post Rock • Ambient • Drone Doom
(42:07; MC, Digital; Eigenveröffentlichung; 27.02.2026)
Düster, isoliert, nächtlich und voller urbaner Kälte zeigt dir dieses trippige Konglomerat aus Electronica, Post Rock, Drone Doom und Ambient mit einiger Schwärze im Sound die dunkelsten Ecken der Großstadt. Wenn die City voller Schatten ist, die vielen Lichter, Reklamen und Menschenaufläufe in die maximale Irritation treiben, kann "Dua Min" der passende Begleitsoundtrack für dich sein.
Ein irgendwie eigenwilliger Mix aus organischen Rhythmen, Loops, sanften Industrial- und Noise-Frequenzen sowie trippiger Post-Rock-Melancholie.
Schleppende, fast Doom-artige Nuancen, führen mit 'Sento' ins Album hinein – Godflesh und ähnliche Vertreter fallen mir hier zu diesen kalten Atmosphären ein – nur, dass flirrend-mahlende, postrockige Akkorde den Sound immer angenehm im melodischen Habitus halten.
Triste, düstere Synths schaffen Score-artige Bilder – die Klänge könnten definitiv für einen postapokalytischen Sci-Fi-Streifen die passende Kulisse generieren.
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'Ceesto' loopt sich ebenfalls mit schleppender Rhythmik und perlenden Akkorden gemächlich auf die Bildfläche, klingt genauso kalt nach zutiefst einsamen Mitternachts-Abfahrten. Mir kommen über die gesamte Album-Länge immer wieder die Slo-Mo-Könige von Bohren und der Club Of Gore vor's geistige Auge, ziehen die zwar mit etwas mehr Dark Jazz, aber mit ähnlich einsam verklärten Soundspuren durch selbstgeschaffene Noir-Welten.
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'Malpleno' arbeitet mit liebevoll verwaschenen Shoegaze- und Drone-Flimmersounds, pixelt sich mit sanftem Noise und Piano in die Morgenstunde hinein und findet auch keinen Weg aus der schmerzhaften Isolation. Die Tristesse ist maximal greifbar – cineastische Fragmente, die natürlich für die Hammock-Fraktion einige positive Bilder/Trigger setzen sollte. Dumpfe, monotone Electronica-Loops werden in 'Konfirmon' mit surrenden, später rockigen Post-Rock-Akkorden akzentuiert – innerhalb dieser Schattenwelt vibriert und geistert es hypnotisch bis surreal – wie in einem David-Lynch-Streifen. Im schleppenden 'Morton' findet man mit stoischem Industrial-Doom-Rock seinen Meister. Kalt und abweisend endet damit die "Dua Min".
Laut Aussage des Künstlers sind alle Fragmente, und Sound-Spuren wie für eine direkte Live-Performance moduliert, und dieser organische Touch ist fühlbar. Ein Album, geschrieben für die kalte Nacht, mit feinen ästhetischen Texturen, hypnotischer Elektronik und jederzeit mit Dynamik und Atmosphäre aufgeladen.
Bewertung: 11/15 Punkten
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Abbildungen: Birtawil/Bandcamp

