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    Du bist hier:Home»Reviews»Forgotten Gods - Memories

    Forgotten Gods - Memories

    1
    By Juergen Meurer on 5. Februar 2025 Reviews

    Forgotten Gods - Memories (unsigned, 17.01.2025) COVER
    (51:36; CD, Digital; Eigenveröffentlichung/Just for Kicks, 17.01.2025)
    Ein neuer Name in der britischen Neo Prog Szene: Forgotten Gods. Aber keine wirklichen Neulinge, denn die Herrschaften sind schon seit langer Zeit aktiv, auch wenn dem Prog Fan die meisten Namen eher nicht bekannt sind. Einzig beim Namen des Gitarristen Steve Harris könnte es bei Neo-Prog-Insidern klingeln, denn er spielte seinerzeit in der Band Ark (in der beispielsweise auch ein gewisser John Jowitt vor seiner IQ-Zeit agierte). Später übrigens auch in einer von Ex-IQ Sänger Paul Menel angeführten Band.

    Manches mag wie schon oft Gehörtes wirken und kommt vermutlich eher beim Melodic-Rock-Fan als bei Prog-Fans an, die es mal etwas kantiger und rauer mögen. Aber auf der anderen Seite sind da Songs wie 'Pillars Of Petra' und 'Vigil', beide mit zweistelligen Laufzeiten, die deutlich spannender daher kommen, dabei hauptsächlich den Freund von Neo-Prog-Songs ansprechen. Der Opener 'Alive' gehört noch in die Kategorie eingängiger Melodic Neo Prog und spricht für erstere Prognose, darauf folgt mit besagtem 'Pillars Of Petra' dann der längste Track des Albums, der es immerhin auf eine knappe Viertelstunde Spielzeit bringt. Der Song startet mit sanften Keyboard- und Gitarrenklängen, es kommt lautmalerischer orientalisch anmutender Gesang hinzu, danach wird es dann typisch neo-proggig. Ein Sänger, der gerne mal etwas dramatisiert und in den Gesangsarrangements ein wenig an alte Twelfth Night erinnert, als ob ein Geoff Mann Song von Andy Sears gesungen wird. Diese Assoziation setzt sich schnell fest und erweckt beim Rezensenten gleich eine gewisse Sympathie, die vermutlich auch dafür verantwortlich ist, dass es letztendlich zu einer zweistelligen Bewertung kommt. Es ist allerdings auch nachvollziehbar, wenn man manche Parts als schon oft so ähnlich gehört und eher harmlos einstuft und das Album dann entsprechend insgesamt etwas weniger gut wegkommt.

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    Das zehn-minütige 'Vigil', ebenfalls ein Highlight von "Memories", hat noch ein besonderes Bonbon zu bieten, denn hier trägt Tiger-Moth-Tales-Mann Pete Jones mit seiner Flöte eine Extra-Note bei.

    Bei 'Alone' könnte man in den ersten Sekunden denken, es handele sich um eine Cover-Version eines Twelfth-Night-Songs, doch es wird dann doch ihr eigener Song, in diesem Fall eine seichte Ballade. Das abschließende 'Rose And Pink' hingegen erinnert gesangstechnisch an Pallas mit Alan Reed. Und wie heißt das letzte Wort, das aus den Boxen kommt? Richtig - natürlich "Memories".

    Das Debüt von Forgotten Gods wird speziell die Freunde des sehr melodischen Neo Prog ansprechen können, da hier viel Wert auf den Faktor Melodie gelegt wird. Das geht etwas zu Lasten von mutigeren Arrangements, doch zuzutrauen ist ihnen für die Zukunft noch einiges, wobei gerade der engagierte Sänger Marc Cunningham eine wichtige Rolle spielen dürfte.
    Bewertung: 10/15 Punkten


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    Besetzung:
    Marc Cunningham - lead vocals
    Dave Boland - keyboards / programming / synthesizers / backing vocals
    David Hallett - drums / percussion
    Steve Harris - lead guitar / acoustic guitar / guitar synthesizer
    Michael Kentish - bass guitar / harmony and backing vocals

    Guest:
    Pete Jones - whistle (‘Vigil’)

    Surftipps zu Forgotten Gods:
    Homepage
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    Abbildungen: Forgotten Gods

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    Ark CD Dave Boland David Hallett Digital Forgotten Gods Just For Kicks Marc Cunningham Melodic Rock Michael Kentish Neo Prog Pete Jones Steve Harris UK (Band)
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    Juergen Meurer

    Auf den Hund gekommener Proggie, aufgewachsen mit Yes, Genesis, Gentle Giant, King Crimson, VdGG usw. Anschließend bemerkt, dass es - huch - ja noch sooo viele andere Bands in dieser Richtung gibt, quer über den Globus verteilt. Dann kam das Interesse für Italo-Prog, Skandinavier, Japaner, Franzosen usw. Über Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Kitaro usw. entwickelte sich dann auch stetig das Interesse an Elektronischer Musik und Ambient.

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    1 Kommentar

    1. Karlheinz Betz on 18. Februar 2025 17:22

      Hallo Jürgen, Du hast die Songs bestens beschrieben. Allerdings finde ich, daß das Album viel zu schlecht bewertet wegkommt. Für mich ist es gar eines der besten Neo-Prog-Alben der letzten fünf Jahre und hätte 13 oder gar 14 Punkte verdient. Bin gespannt, was uns diese vielversprechende Band in Zukunft zu bieten hat.
      Beste Grüße
      Karlheinz

      Reply
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