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    Du bist hier:Home»Reviews»The Mighty Ra – All Secrets Known

    The Mighty Ra – All Secrets Known

    0
    By Juergen Meurer on 9. Juli 2022 Reviews

    The Mighty Ra – All Secrets Known (White Knight Records/JFK, 10.06.22) COVER(62:12, CD, digital, White Knight Records/Just for Kicks, 2022)
    Das britische White Knight Records Label steht für eine bestimmte musikalische Ausrichtung, die Namen der beteiligten Musiker des Newcomers The Mighty Ra kennt man von Bands wie Multi Story, Ezra oder Cyan. Was erwartet man also nun von „All Secrets Known“? Lupenreinen Neo Prog natürlich. Geheimnis gelöst.

    Und der geneigte Fan liegt mit dieser Vermutung auch richtig. Zum Teil zumindest, denn lupenrein trifft es dann doch nicht so ganz, da die Briten clever genug sind, einige artfremde Kompositionen einzubringen. Wer steckt also nun hinter dieser walisischen Formation? Auch das Geheimnis kann schnell gelüftet werden:

    Andy Edwards - guitar / vocals / keyboards / percussion
    Dave Rowe - bass / vocals
    Rob Griffiths - drums / percussion
    Rob Wilsher - keyboards

    Das Album enthält acht Songs mit Spielzeiten meist im Bereich zwischen sechs und neun Minuten, den mit 12 ½ Minuten längsten Track ‚Bigger Lie‘ hat man ans Ende des Albums gesetzt. Alle Kompositionen stammen entweder ausschließlich von Edwards oder es handelt sich um eine Zusammenarbeit mit einem seiner Mitmusiker.

    Den Anfang macht gleich der fast 10-minütige Titelsong. Nachdem kurz etwas über den Mighty Ra zu Synthesizer Begleitung erzählt wird, legen sie mit typischem Neo Prog los.
    Eine Genre-typische hymnische Gitarre kommt hinzu, dann übernimmt das Piano, begleitet von akustischer Gitarre – ein schöner Einstieg. Der Gesang ist eher unauffällig, man wird also diese Band nicht unbedingt über einen besonders charismatischen Sänger definieren, sondern eher über eine gut harmonierende Einheit, die souverän ihre Art von melodischem Neo Prog präsentiert.

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    Doch kaum beginnt der Hörer, sich auf eine gute Stunde typischen Neo Prog einzustellen, überraschen sie auf dem in die zwei Abschnitte ‚Liberta‘ und ‚La Fuga‘ aufgeteilten 8-Minüter ‚Freedom‘. Zunächst nehmen sie sich die Freiheit, eine Grundmelodie des Songs pfeifenderweise und mit schrulligem Gesang zu präsentieren, woran sich stetig pompöser werdende Keyboards anschließen, bis das Thema von einer floydigen Gitarre übernommen wird und der Song sich dann als flotte Neo-Prog/Symphonic Rock Nummer zeigt, starkes Gitarrensolo inklusive.

    Und gleich darauf folgt die nächste Überraschung. Schon nach wenigen Sekunden kommt zwangsweise ein Name in den Sinn: GONG. Hier wird nämlich in bester Gong Manier musiziert, Gitarre und Gesang lassen unweigerlich an die Kultformation denken. Sie bewegen sich durchaus souverän auch in diesen Gefilden, Respekt!

    Weiter geht’s dann aber doch wieder in gewohntem Fahrwasser, wobei auch mal härtere Gitarrenriffs dabei sein dürfen, was aber eher die Ausnahme bildet. Dass die Musiker offensichtlich unter anderem von Pink Floyd beeinflusst sind, lässt sich angesichts mancher Passagen wohl kaum leugnen. Bisweilen werden Refrains vielleicht ein bisschen zu häufig wiederholt, aber das lässt sich leicht verkraften, denn insgesamt machen die Waliser ihre Sache aus Sicht des Neo Prog Fans recht gut.

    „All Secrets Known“ ist ein sehr ordentliches Debütalbum geworden, das dem Neo-Prog Fan gerne an dieser Stelle nahe gelegt werden darf.
    Bewertung: 10/15 Punkten

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    Abbildungen: The Mighty Ra

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    Andy Edwards CD Dave Rowe Digital Just For Kicks Melodic Rock Neo Prog Rob Griffiths Rob Wilsher Space Rock Symphonic Rock The Mighty Ra Wales White Knight Records
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    Juergen Meurer

    Auf den Hund gekommener Proggie, aufgewachsen mit Yes, Genesis, Gentle Giant, King Crimson, VdGG usw. Anschließend bemerkt, dass es - huch - ja noch sooo viele andere Bands in dieser Richtung gibt, quer über den Globus verteilt. Dann kam das Interesse für Italo-Prog, Skandinavier, Japaner, Franzosen usw. Über Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Kitaro usw. entwickelte sich dann auch stetig das Interesse an Elektronischer Musik und Ambient.

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