Clæmus – Daydream

0

Clæmus – Daydream (Eigenveröffentlichung, 15.10.21)(38:37; CD, Digital, Eigenveröffentlichung, 2021)
“Daydream” ist als Platte viel zu stark, als dass man sie unter den Tisch fallen lassen könnte. Doch trotz aller Eingängigkeit und spieltechnischer Raffinesse fehlt es der neuseeländischen Formation Clæmus an unverwechselbaren Alleinstellungsmerkmalen, sodass sich die Kiwis bislang noch nicht in die obersten Ränge der Prog-Metal-Elite spielen konnten.
Schade, denn nach den grandiosen letzten Alben von Pencarrow (“Growth In The Absence Of Light”) und Pull Down The Sun (“Of Valleys And Mountains”) hatte man schon sehnsüchtig auf den nächsten vielversprechenden Export aus Aotearoa gewartet. So waren die Erwartungen spätestens dann geweckt worden, als die jüngst über Pelagic Records wiederveröffentlichten Pull Down The Sun ihre Landsleute in den Himmel lobten und verkündeten, mit der Formation aus Wellington auf Tour zu gehen.

Und ja, natürlich rechtfertigt Clæmus in gewisser Weise auch die erbrachten Vorschusslorbeeren, denn ihr moderner Prog & Djent Metal zwischen Karnivool, The Ocean, Protest The Hero und Skyharbor steht den genannten Bands eigentlich in nichts nach. Doch sind sie eben nicht die Ersten, die diesen Sound spielen. Und individuelle Duft-Marken wie der leicht Synthiewave-lastige Opener ‘Lucid’, das retro-spacige Instrumental ‘Stray’ oder das wie eine moderne Version von Alan Parsons Project klingende Intro zu ‘Spiral’ gibt es einfach zu wenige auf ‘Daydream’.

Schade, denn die Ansätze für einen eigenständigen Sound sind vorhanden. Schauen wir Mal, was die Zukunft so bringt.
Bewertung: 10/15 Punkte (FF 10, KR 11)

Besetzung:
Taylor Hemson (Lead Vocals/Lyrics/Guitars)
Dan Hayston (Guitars/Synths/Backing Vocals)
Kerry Mitchell (Bass/Synths/Backing Vocals/Guitar Layers)
Kit Jenkins (Drums/Gang Vocals )

Diskografie (Studioalben):
“Daydream” (2021)

Surftipps zu Clæmus:
Facebook
Instagram
Bandcamp
Reverbnation
YouTube
Spotify
Apple Music
Amazon Music
last.fm
Wikipedia

Abbildungen: Clæmus.

image_pdfArtikel als PDF herunterladenimage_printArtikel drucken
Teilen.

Über den Autor

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

Antworten

Hinweis: Mit dem Absenden deines Kommentars werden Benutzername, E-Mail-Adresse sowie zur Vermeidung von Missbrauch für 7 Tage die dazugehörige IP-Adresse, die deinem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, in unserer Datenbank gespeichert. E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden selbstverständlich nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Du hast die Option, Kommentare für diesen Beitrag per E-Mail zu abonnieren - in diesem Fall erhältst du eine E-Mail, in der du das Abonnement bestätigen kannst. Mehr Informationen finden sich in unserer Datenschutzerklärung.

Clæmus – Daydream

von flohfish Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
0