The Waltz – Looking-Glass Self

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(43:49, Vinyl, Digital, Labelman/PIAS/Rough Trade, 2022)
„If The Waltz were a drink, it’d be a slamming cocktail of Panoramix’s magic potion, mixed with Red Bull, some coffee and a strong Belgian Tripel beer.“ Also, auf Deutsch gesagt, ungenießbar. Womit sich die Belgier eigentlich selbst keinen so guten Dienst erwiesen haben. Aber, das Album, ein Debüt übrigens (!), steht einmal wieder für sich. Man heftet sich zwar den Moniker Postpunk aufs Revers, aber eben dieser Punk hat nichts mehr mit dem pogenden, versifften Biertrinker der Anfangstage zu tun. Was bleibt, das ist jung und wild. Und eben das ist doch eine ganze Menge.

Hier wird auf hohem Niveau gelärmt, so dass man den Anspruch, den man sich selbst auferlegt hat (ist das so?) nicht unter den Tisch fallen lassen kann. „Looking-Glass Self“ wirkt wie ein noch einmal aufgepimpter Crossover aus den Idles und Killing Joke, die Tracks tragen schon einmal den Umständen Rechnung, tragende Titel wie ‚All The Rage‘, ‚Dicktator‘ und ‚Schadenfreude‘ warten hin und wieder mit trügerischer Ruhe auf (‚Necessary Evil‘), laden dann doch zum Pogo und Mosh Pit ein (‚Enter The World‘) und knallen uns einen Klirrfaktor vor den Latz, dass eine Institution wie Big Black ihre helle Freude gehabt hätte (‚Egocide‘).
Bewertung: 10/15 Punkten

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Über den Autor

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

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The Waltz – Looking-Glass Self

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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