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    Du bist hier:Home»Reviews»Green Carnation – The Acoustic Verses (Reissue)

    Green Carnation – The Acoustic Verses (Reissue)

    0
    By flohfish on 12. Januar 2022 Reviews

    Mariusz Duda – Interior Drawings (Reissue) (Season of Mist, 03.12.21)(55:45, Vinyl (DoLP)/CD/Digital, Season of Mist, 2006/2021)
    Ob Green Carnation im Jahre 2022 mit "The Acoustic Verses" auf Tour gehen wollen, weil eben jenes Album zu seinem 15-jährigen Jubiläum remastered und wiederaufgelegt worden ist, oder ob eine Wiederveröffentlichung nur erfolgt ist, eben weil die Band mit ihrer Akustikscheibe auf Tour gehen möchte, bleibt im Dunkeln. Fakt ist jedenfalls, dass das 2006er Album im Dezember 2021 erneut auf den Markt geworfen worden ist. Ob die Tour allerdings wie geplant stattfinden wird... Warten wir mal ab. Es herrschen noch immer ungewisse Zeiten.

    Nun ist "The Acoustic Verses" also in klanglich aufpolierter Variante wieder erhältlich, doch inwiefern sich diese vom Original unterscheidet, ist ungewiss, da sie der Redaktion zum Vergleich nicht vorlag. Eine große Freude für Vinyl-Aficionados ist jedenfalls, dass das Album nun endlich erstmals auch auf schwarzer Rille erhältlich ist. Und dann ist da noch das neue Cover-Artwork des Albums und natürlich seine Musik. Und die ist, wie der Albumtitel schon vermuten lässt, rein akustischer Natur. Dabei handelt es sich hauptsächlich um damals neu geschriebene Lieder. Ausnahmen stellen lediglich die Unplugged-Versionen der drei Stücke der 2005er "The Burden Is Mine... Alone"-EP sowie die Cover-Version des John English-Stückes 'Six Ribbons' dar. Es ist einer der drei Bonus-Tracks der Scheibe. Es steht neben einer gothic-lastigen Piano-Live-Version von 'Childs Play, Part 3' und dem wunderschönen 'Transparent', dessen Akustik-Gitarren-Solo alleine schon das Hören dieses Album empfehlenswert macht.

    Interessant an "The Accoustic Verses" ist, dass die stilistische Vielfalt, welche Green Carnation auf ihrem 2020er Reunion-Album "Leaves Of Yesteryear" zelebrierten, hier zwar auch vorhanden, aber gänzlich anders geartet ist. Wo sich bei diesem der Abwechslungsreichtum nämlich im Gesamtklang der Platte widerspiegelte, sind es bei der Akustikscheibe die einzelnen Stücke, welche sich stilistisch unterscheiden. Einen der möglichen Gründe hierfür kann man in den Credits des Albums finden, denn die einzelnen Stücke stammen aus den unterschiedlichen Federn der beteiligten Musiker und wurden nicht in Kooperation geschrieben.

    Entstanden ist hierdurch ein in seiner Grundstimmung melancholisches Album, das sowohl songwriterisch als auch stilistisch so einige Unterschiede aufweist. Denn während ein mehrstimmiges Lagerfeuer-Stück wie 'Sweet Leaf' sofort mitreißt und begeistert, und 'Maybe' einen in Schwermut schwelgen lässt wie seinerzeit Anathemas "Hindsight", entführt einen 'Six Ribbons' in mittelalterliche Gefilde, in denen sich auch Blind Guardian wohlfühlen würden. Eine Vielfalt, die aus Green Carnations unersättlichem Bestreben entstanden ist, ständig Neues zu kreieren.

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    Dass die angestrebten Ziele der beteiligten Musiker unterschiedlich gewesen sein müssen, lässt sich an den stilistischen Unterschieden der einzelnen Stücke erahnen. Dass die Verschiedenheiten jedoch so groß waren, dass die Bandmitglieder kurz darauf getrennte Wege gingen, war wohl bei Erscheinen der Platte nicht absehbar gewesen. Sänger Kjetil Nordhus hierzu:

    I can't remember too many albums that have nearly all band members as songwriters and lyricists, which made it very much a band concept. But, after The Acoustic Verses, we certainly didn’t know what to do. There wasn’t a natural step for us to take at that point. There’s a lot of reasons why we decided to split up — that was one of them.

    Deswegen ist es umso schöner, dass Green Carnation wieder zusammengefunden haben. Die Live-Darbietung dieses Albums könnte eine spannende Angelegenheit werden.
    Ohne Bewertung

    © Petter Sandell

    Tracklist:
    1. 'Sweet Leaf' (4:39)
    2. 'The Burden is Mine… Alone' (3:15)
    3. 'Maybe?' (5:03)
    4. 'Child's Play, Part 3' (3:31)
    5. 'Alone' (3:44)
    6. '9-29-045' (15:30)
    7. 'Six Ribbons' (3:12)
    8. 'Transparent Me' (5:03)
    9. 'High Tide Waves' (7:49)
    10. 'Child's Play, Part 3' (Live Version) (3:59)

    Besetzung:
    Terje Vik Schei (acoustic)
    Stein Roger Sordal (Bass, Vocals (backing), E-bow, Vocals (lead))
    Kjetil Nordhus (Vocals (lead), Vocals (backing))
    Michael Smith Krumins (Guitars (acoustic), Theremin)
    Tommy Jacksonville (Drums, Percussion)
    Kenneth Silden (Piano, Mellotron)
    Bjørn Harstad (Guitars)

    Gastmusiker:
    Bernt Moen (Cello)
    Leif Wiese (Violin)
    Gustav Ekeberg (Viola)

    Diskografie (Studioalben):
    "Hallucinations of Despair" 1991
    "Journey to the End of the Night" (2000)
    "Light of Day, Day of Darkness" (2001)
    "A Blessing in Disguise" (2003)
    "The Quiet Offspring" (2005)
    "The Acoustic Verses" (2006)
    "Leaves of Yesteryear" (2020)

    Surftipps zu Green Carnation:
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    Twitter (Kjetil Nordhus)
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    Prog Archives
    Wikipedia
    Rezension: "Leaves Of Yesteryear" (2020)

    Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Season of Mist zur Verfügung gestellt.

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    Bernt Moen Bjørn Harstad CD Digital Green Carnation Gustav Ekeberg Kenneth Silden Kjetil Nordhus Leif Wiese Michael Smith Krumins Norwegen Progressive Metal Progressive Rock Reissue Remastered Season Of Mist Stein Roger Sordal Terje Vik Schei Tommy Jacksonville Vinyl akustisch
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    flohfish
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    1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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