Neon Burton – Mighty Mondeo

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Neon Burton - Mighty Mondeo (unsigned, 11.10.21)

Abbildung: Thumpah Lee

(42:40, Digital, Sofa Records, 2021)
Die Genres Stoner und Desert Rock üben seit geraumer Zeit eine große Faszination aus. Spätestens mit dem Hype, der nach der Jahrtausendwende durch das Wirken von Personalien wie Josh HommeJohn Garcia oder Brant Bjork ausgelöst wurde, kam es zu einem regelrechten Erdrutsch an Bandformationen und Veröffentlichungen. Stellenweise wirkte es, als seien die Musikrichtungen inzwischen übersättigt oder als sei ihr Potential nun endgültig ausgeschöpft. Zumindest machten einige Releases den Anschein, als sei das der Fall. Glücklicherweise gibt es nach wie vor Gruppen und Musiker*innen, die verstanden haben, dass es weitaus mehr bedarf als ein paar Blues Riffs, bis zum Anschlag aufgedrehten Fuzz und sanft-psychedelische Licks, um guten Stoner und Desert Rock zu produzieren. Eine dieser Bands ist Neon Burton aus Köln, deren zweites Album “Mighty Mondeo” im Oktober bei Sofa Records veröffentlicht wurde.

Bandfoto

Abbildung: Neon Burton

Musikalisch sind Neon Burton auf “Mighty Mondeo” weit entfernt vom krachig-kratzigen Stoner Rock, der sich in Richtung Sludge oder Doom bewegt. Stattdessen überzeugen hier verträumte und sanfte Töne, die dennoch den Bezug zur Rockmusik mitnichten verlieren. Die Kölner Band vertont auf “Mighty Mondeo” eine atemberaubende Reise in die entlegensten und schönsten Ecken der Natur unseres Planeten sowie in die kaum erforschten Regionen des menschlichen Bewusstseins. Im “Mighty Mondeo”, dem aquamarinblauen Fahrzeug und Schutzengel von Neon Burton führt die Reise durch die schier unbegreifliche Schönheit der nördlichen Tundra, zu den Augenweiden Sibiriens, entlang an Wolfsrudeln, und in die Tiefen des Meeres.

Die Klangwelten auf “Mighty Mondeo” strotzen vor Sehnsucht und Fernweh. Auf ihrem zweiten Album präsentieren Neon Burton den Soundtrack für endlos lange Sommernächte, für die Reiseplanung, und den Aufbruch ins Abenteuer. Zwischen sanften und rockigen Klängen vermengen sich Stoner Rock und Psychedelic zu einem berauschenden und äußerst angenehmen Gesamtbild, das nicht nur Fans der griechischen Band Tuber überzeugen wird.
Bewertung: 12/15 Punkten (RG 12, KR 12)

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Über den Autor

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Neon Burton – Mighty Mondeo

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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