Outstation – Malevolent Energy

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Outstation - Malevolent Energy (unsigned, 14.7.21)(48:44, Digital, CD, Eigenveröffentlichung, 2021)
Die eröffnende Hymne – Au ja, gleich mal’n Longtrack – auf den „Dämon oder Großherzog der Hölle, zusammen mit Beelzebub und Luzifer“, nämlich ‚Astaroth: The Eternal Prince Of Darkness Parts I&II‘, klingt schon mal mehr nach Psychedelic bzw. Space Rock denn nach dem Okkult-Doom, den man hätte erwarten können. Eine enorm flüssig gespielte E-Gitarre kontrastiert angenehm mit den viel ruhigeren, stets angenehmen Gesangsbögen von Amanda Kim Sanderson. In einem deutlich verlangsamten Zwischenteil umspielen sich Saxophon und Synthesizer (beides Kris Aylesburg), bis die Verhältnisse wieder energischer werden und wir dem Finale entgegengrooven. Das war ja schon mal cool.

Während ‚Etched Upon A Scroll‘ geheimnisvoll wie ein Track von TAPP’s „Pyramid“ anhebt, schnell noch ein Blick auf den der CD freundlicherweise beigelegten Backgrounder-Wisch. Da unsereinem der Bandname ehrlich gesagt zunächst mal gar nichts sagt. Ahjetztja! Beim Verulium-Review wohl leicht daneben gelesen! Die Band hatte sich also 2018, nach vier Jahren, übel zerstritten und folglich die Außenstelle außer Betrieb genommen. In Pandemie-Zeiten jedoch fand man wieder zueinander. Und nach dem zu urteilen, was minutenaktuell aus den Speakern blubbert (Intro zu ‚The Overdriver‘) haben sie damit nicht nur sich, sondern auch der Musikwelt eine Freude bereitet.


‚Lord Of Ages‘ ist wieder so eine Beschwörung oder vielmehr Anbetung, wenn auch im Balladengewand. ‚The Rituals Of Infinity‘ klingt, wie ich mir Demon mit Gastsängerin vorstelle und ‚Sailing On The Seas Of Fate‘ mit seinen schönen Synth-Passagen könnte auch ‚ Spacetruckin‘ On The Seas Of Fate heißen.

So böswillig ist die hier frei werdende Energie also gar nicht. Da das Scheibchen auch noch (vielleicht außer bei den dumpfen Drums auf ‚ Fire Your Demons Into Space‘, aber das mag ja Absicht sein) mit messerscharfem Sound, schniekem Digisleeve und Booklet mit Texten und okkulter Symbolik antritt, kann eigentlich zum Selbsttest wirklich nur zugeraten werden.
Bewertung: 12/15 Punkten

Besetzung:
Amanda Kim Sanderson – Vocals
Kris Aylesbury (The Kaos Collective) – Sax, Flute, Synths
Steve Blakeley (vgl. Verulium) – Guitar, Synths
Finlay Smythe (The Kaos Collective) – Bass
Mark Durrant (The Kaos Collective) – Drums

Surftipps zu Outstation:
Twitter
Bandcamp
Soundcloud (Amanda Sanderson)

Abbildungen: Outstation

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Über den Autor

"everything happy, and progressive, and occupied" K. Grahame, The Wind In The Willows

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Outstation – Malevolent Energy

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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