Klone – Alive

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Klone - Alive (Kscope/Edel, 11.06.21)(74:41, CD, Digital, Vinyl, Kscope/Edel, 2021)
Für ihr erstes Live-Album greifen Klone auf Aufnahmen aus der Prä-Corona-Zeit zurück. Sprich hier ist noch richtiges Publikum zu hören, da „Alive“ aus Material aus zwei Shows aus dem Oktober 2016 (aus dem Sjiwa im niederländischen Baarlo; auch Heimat des ProgPower Europe-Festivals) bzw. dem November 2019 (aufgenommen im Le Moloco im der französischen Gemeinde Audincourt) stammt.

Die Franzosen setzen ihren atmosphärischen, epischen Rock auch im Live-Kontext gewohnt souverän um und bedienen sich bei den 13 Titeln (plus dem nicht auf der CD-Ausgabe erhältlichen Bonustrack ‚The Last Experience ‚) aus den Studioalben „Black Days“ (2010), „The Dreamer’s Hideaway“ (2012), „Here Comes The Sun“ (2015) sowie der letzten Veröffentlichung „Le Grand Voyage“ (2019).

Auch wenn man auf der Bühne auf all zu große Veränderungen im Vergleich zu den Originalaufnahmen verzichtet, so gelingt es dennoch, den klanglich ausufernden Art Rock auf der Bühne die entsprechende Intensität zu verleihen. Bei den älteren Titeln kommt noch eine gehörige Dosis an mehr Heavyness, gesanglicher Schärfe und düsterer Gitarrenpower hinzu – besonders signifikant bei der Björk Coverversion ‚Army Of Me‘ – während besonders das aktuelle Material mehr auf klangliche Weitläufigkeit und atmosphärische Tiefe setzt. An den Liveaufnahmen waren folgende Musiker beteiligt: Yann Ligner (Gesang), Guillaume Bernard (Gitarre), Aldrick Guadagnino (Gitarre), Martin Weill (Schlagzeug) und Julian Gretz (Bass).

Teapot of the Week

„Teapot of the Week“ auf Betreutes Proggen in der KW23/2021

Als einzigen Kritikpunkt kann man hier lediglich anführen, dass Klone mittlerweile zwar einen recht eigenständigen Ansatz gefunden haben, ihre inhaltliche Herangehensweise aber durchaus gewisse Ähnlichkeiten aufweist. Schleppende Akkorde und eine melancholische Grundstimmung dominieren als integraler Teil den cineastischen Sound der Franzosen, während man nahezu komplett auf irgendwelche Gitarrensoli verzichtet. Doch dazwischen funkeln eben solche Kleinodien wie ‚Yonder‘, das ebenfalls im Livekontext zu den ganz großen Momenten zählt.
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 13, KS 11)

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Abbildungen: Klone / Kscope

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Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Klone – Alive

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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