Asia – The Reunion Albums 2007 – 2012 (Box-Set)

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(50:56, 54:51, 65:02, 61:52, 55:15, 5CDs, BMG, 2021)Asia - The Reunion Albums 2007 - 2012 (Box-Set; BMG Universal, 11.06.21)
Dieser Tage erschien die schmucke kleine 5CD-Box „The Reunion Years 2007 – 2012“ der Prog-AOR-Institution Asia um die Herren John Wetton, Geoff Downes, Steve Howe und  Carl Palmer. Wie der Album Titel bereits verrät wird der Zeitraum der Reunion der Originalbesetzung der Band in den Jahren 2007 bis 2012 abgedeckt. Im Anschluss erschienen zwar noch das Album „Gravitas“ und ein Live-Album mit Orchester, bei denen jedoch Steve Howe nicht mehr mitwirkte. Mit dem Tod von John Wetton im Jahr 2017 wurde das Buch Asia dann verständlicherweise auch weitestgehend geschlossen.

Die in dem Box-Set enthaltenen Einzelalben „Fantasia-Live In Tokyo“, „Phoenix“, „Omega“ und „XXX“ sind durchaus von unterschiedlicher Qualität. Am meisten Original-Asia Feeling kommt sicher beim 2007er Live-Album „Fantasia“ auf. Geboten werden alle Titel des ikonischen Debüts, die Highlights von „Alpha“ dazu ‚Ride easy‘ (B-Seite von ‚Heat Of The Moment‘), sowie einige Rückblicke auf die Vergangenheit der einzelnen Musiker der Supergroup. Zwar sind die Live-Versionen nicht ganz so geschliffen, wie man sie von den Studioalben kennt, doch macht das Set insgesamt viel Spaß und John Wetton ist bei guter Stimme.

Die Qualität der nachfolgenden Studioalben ist im Vergleich eher durchwachsen. Vor allem „Phoenix“ bekam bei seiner Erstveröffentlichung doch jede Menge Schelte. Insbesondere der Asia-typische Breitwand-Sound wurde vermisst. Im Nachhinein betrachtet war es wohl in erster Linie die Erwartung der Fans, die schlicht ein zweites „Asia“ (das Debüt) erwarteten. Trotz zweier sogenannten Long-Tracks mit über 8 Minuten Spielzeit, ist der Prog-Gehalt eher dünn.  Mit ‚Never Again‘, ‚Parallel Worlds‘ und ‚Extraordinary Life‘ hat man aber zumindest einige Titel auf der Scheibe, die den typischen Sound der Band aufgreifen.

Ähnliches lässt sich auch über den Nachfolger „Omega“ sagen. Zwar wirkt das Album insgesamt konsistenter, doch die einzelnen Songs hinterlassen kaum einen bleibenden Eindruck. Allenfalls ‚Finger On The Trigger‘ und  ‚Holy War‘ können sich im Ansatz mit den Klassikern messen.

Überraschender Weise gelang schließlich mit „XXX“ nochmals ein Album, das den Asia-Sound sowohl in Sachen Sound als auch Songs wieder aufleben lässt. Der Opener ‚Tomorrow The World‘ lässt keinen Zweifel daran, dass es die Jungs noch mal wissen wollten. Anders als die beiden Vorgänger kann man „XXX“ ohne den Impuls zu skippen durchhören. Mit der schönen Ballade ‚Ghost Of A Chance‘ endet die komplette Asia-Reunion dann leider.

Aufgrund des günstigen Preises und der hübschen Cover-Gestaltung von Roger Dean ist das Set durchaus eine Empfehlung wert.  Allem Anschein nach sind die Alben von Steve Rispin auch nochmals neu gemastert. Das fällt zumindest im Fall von „Phoenix“ auf, das im Original klanglich sehr unausgeglichen erschien. Auf die diversen Bonus Tracks der Originalausgaben muss man jedoch verzichten. Da es sich dabei allerdings nur um Alternativ- bzw. Akustik-Versionen handelte, fällt der Umstand nicht weiter ins Gewicht. Da solche Boxsets heutzutage oft sehr schnell vergriffen sind, sollte man bei Interesse möglichst bald zuschlagen.
Bewertung: 10/15 Punkten

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Über den Autor

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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Asia – The Reunion Albums 2007 – 2012 (Box-Set)…

von Dietros Diaitológos Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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