Millennium Trilogy Project – Act 1: The Trial

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Millennium Trilogy Project – Act 1: The Trial (Snakebite/RockInc., 16.10.20)(61:32, CD, digital, Snakebite Records/Rock Inc. Distribution, 2020)
Hier galt offenbar die berühmte Millennium Trilogie des schwedischen Autors Stieg Larsson als Namensgeber für ein ambitioniertes Projekt, dessen Kopf der niederländische Musiker John van Heugten ist. Kennern der niederländischen Szene mag dieser Name bereits ein Begriff sein. Er war als Keyboarder an allen drei Alben der Neo-Prog-Formation Ricocher beteiligt. 2011 schlossen sich Musiker von Ricocher und Casual Silence zusammen, um die Band Eleven’s Eve zu formieren, die sich dann fünf Jahre später auflöste. Schließlich war es für den Niederländer an der Zeit, sich um sein eigenes Projekt zu kümmern, das er in Anlehnung an besagte Larsson-Trilogie entwickelte. Fasziniert von den verschiedenen Handlungssträngen, adaptierte er dies für seine Zwecke, so dass nun also drei Alben zu erwarten sind, deren erster Teil als „Act 1“ vorliegt.

Dabei handelt es sich nicht um ein Ein-Mann-Projekt, sondern ganz im Gegenteil um ein recht voluminöses Spektakel Marke Ayreon, denn neben einer Band agieren hier auch wieder unterschiedliche Sängerinnen und Sänger, die die verschiedenen Figuren der Geschichte repräsentieren. Im Einzelnen sind dies:

John van Heugten – keyboards
John Rovers – guitars
Niels Nijssen – bass guitar
Maikel van der Meer – drums
Marcel van der Loo – saxophone.

Am Mikro:
Nicole Verstappen als Brynn
Bart van Lierop als Emlyn
René Janssen als Lawyer und Jury
Noëlle van Bussel als Psychiatrist
Josien Obers als Jury.

 
 
 
 
Da kommt schnell der Verdacht auf, es könnte sich musikalisch stark an Ayreon orientieren, doch das stimmt nur zum Teil. Zwar gibt es auch hier mal kernige Gitarrenriffs, doch das ist eher die Ausnahme. Stattdessen geht es bisweilen eher Richtung Musical. Auch ist der Prog-Gehalt gelegentlich etwas zurückgefahren. Als Pluspunkte können allerdings sicherlich die durchweg guten Stimmen gewertet werden, wobei diesbezüglich speziell die Damen eine sehr gute Figur abgeben. Manche Songs sind sehr eingängig, wie beispielsweise ‚catch me‘ mit catchy Melodie und einer Nicole Verstappen, die dort mal ordentlich loslegt. Dem Konzept entsprechend ist der Gesangsanteil sehr hoch. Dabei gerät es manchmal auch ein bisschen pathetisch, doch alles in allem bleibt der Gesamteindruck positiv. Das Album hat durchaus einiges zu bieten und man darf auf die Fortsetzung gespannt sein.
Bewertung: 9/15 Punkten

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Abbildungen: Millennium Trilogy Project

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Millennium Trilogy Project – Act 1: The Trial

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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