Osta Love – The Isle Of Dogs

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Osta Love - The Isle of Dogs (unsigned/RecordJet, 27.11.15)(43:50, Download, CD, CD/DVD (5.1 Mix) Eigenveröffentlichung/RecordJet, 2015)
Der zweite Wurf der immer noch jung wirkenden Berliner nach ihrem atemberaubend reif klingenden Debüt „Good Morning Dystopia“ von 2009 hält dessen Niveau. Die tiefe Verwurzelung in den Siebzigern wurde hier ein wenig für modernere Sounds und eher verspielt als mächtig klingende Arrangements aufgegeben. Geblieben ist aber günstigerweise Tobias Geberths charakteristischer Gesang zwischen Okta Logue und Steve Harley. Und geblieben sind die warmen, analogen oder zumindest sehr analog anmutenden Sounds (vgl. ‚Down To The River‘). ‚The Sea‘ startet sehr sanft und vom Piano dominiert, legt dann aber um einige Windstärken zu.

‚Black Beacon Sound‘ verblüfft mit seiner Latin-Rhythmik und dem jazzigen Gitarren-Solo. ‚Green Hills Of Home‘ ist einer von mehreren Höhepunkten des Albums von seinem Start mit atmosphärischem Grillenzirpen, über die „Orchester“-Ouvertüre bis hin zu dem klagenden Slide-Gitarren-Part. Auf ‚Moonshine At Midnight‘ dürfen sich hingegen mal E-Bass, Synthesizer und E-Piano hervortun.

Akustikgitarre, Fretless Bass und Orgel verleihen dem abschließenden Longtrack (16:) ‚Translucent Engineering‘ sein Leuchten. 2015 hatten sich Osta Love also bereits weiterentwickelt, ohne dabei alte Fans vor den Kopf zu stoßen. 2020, erneut als Duo, klingen sie übrigens schon wieder anders.
Bewertung: 11/15 Punkten

Line-up:
Tobias Geberth – vocals, guitars, bass, keyboards, orchestral arrangements, percussions
Leon Ackermann – drums, percussions, backing vocals
Plus:
Marcel Sollorz – Piano on 1&3, e-piano on 4&6, synthesizer on 2&6, organ on 6, backing vocals on 3,4,5,6
Oliver Nickel – Bass on 4

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Rezension „Good Morning Dystopia“ (2009)

Abbildungen: Osta Love

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Über den Autor

"everything happy, and progressive, and occupied" K. Grahame, The Wind In The Willows

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Osta Love – The Isle Of Dogs

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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