Daniele Sollo – Order and DisOrder

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Daniele Sollo - Order and DisOrder (unsigned/GTMusic, 26.10.20)

Abbildung: Daniele Sollo

(45:57, CD, Digital, Eigenveröffentlichung/G.T. Music Distribution, 2020)
Daniele Sollo begann mit sieben Jahren Gitarre zu spielen. Weitere sieben Jahre später entschied er sich für den Wechsel zum Bass. Seither spielte der Italiener in verschiedenen Bands und Gruppierungen, wo er sich vor allem in Richtung Jazz und Prog auslebte, etwa mit Luca Scherani and Stefano Agnini. Zu seiner jüngsten Erfolgsgeschichte zählen vor allem die Beiträge zum Pink-Floyd-Tribut „Echoes of Secret“ sowie „Symphony #1: Cupid & Psyche“ von Höstsonaten.

Nun hat der inzwischen 42-jährige Sollo sich zum ersten Mal an ein Solo-Album gewagt. Das bereits im Oktober diesen Jahres veröffentlichte Werk trägt den Namen „Order and DisOrder“. Mastermind Sollo widmet sich der Umsetzung seines weitgefächerten Musikgeschmacks und hat sich dafür hochkarätiges Personal ins Studio geholt. Neben Daniele Sollo hören wir auf „Order and DisOrder“ auch Fabio Zuffanti, Alessandro Corvaglia (Delirium, La Maschera di Cera), Luca Scherani, Stefano Agnini, Jason RubensteinDomenico Cataldo, Samuele Dotti, Maurizio Berti und Valerio Lucantoni (The Wormhole Experience).

Eine Dreiviertelstunde betören Sollo und seine Mitstreitenden die Gehörgänge mit eklektischen Klangwelten. Einlullende Narrative wie ‚In my Arms‘ werden von symphonischen Arrangements und anspruchsvollem Jazz Prog getragen. Auch der typische Italo-Prog hat deutliche Spuren an „Order and DisOrder“ hinterlassen. So ist das farbenfrohe Stück ‚Anytime, anyplace‘ zu einer sanften aber mitreißenden Prog Rock Hymne geworden.

Das dominanteste Element auf dem Album ist aber der artistisch eingespielte Bass von Daniele Sollo. Gleich zu Beginn von „Order and DisOrder“ lässt der Künstler im Lied ’11 – IX – 1683′ die Finger über das Griffbrett flitzen als gäbe es kein Halten mehr. Der warme und manchmal dezent kratzende Klang von Sollos Tieftöner macht den größten Teil der Dynamik und des Klangbildes auf „Order and DisOrder“ aus.

Insgesamt ist das Album bis auf wenige Ausreißer sehr sanft und feinfühlig. Jazz und Prog geben sich immer wieder aufs Neue die Klinke in die Hand. Der künstlerische Anspruch ist definitiv vorhanden und vor allem Bassisten und Bassisten werden viel Freude mit „Order and DisOrder“ haben. Dann und wann hätte es dem Spannungsbogen gut getan, wenn das Klangbild die eine oder andere Komfortzone verlassen würde und sich an knackigere Sounds trauen würde.
Bewertung: 9/15 Punkten (RG 9, KR 10)

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Über den Autor

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Daniele Sollo – Order and DisOrder

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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