Dreaming Madmen – Ashes of a Diary

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(39:09, CD, Eigenproduktion/Just For Kicks, 2020)
Dreaming Madmen ist eine Band aus Texas, die von den beiden Brüdern mit libanesischem Hintergrund, Mathew Aboujaoude – guitars / vocals / keyboards / synthesizers / programming und Christopher Aboujaoude – bass guitar / vocals / keyboards gegründet wurde. Sie haben sich gleich selbst hohe Ziele gesetzt und vier Jahre lang an diesem Konzeptalbum gearbeitet, in dem es um die Geschichte eines älteren Mannes und den Einblick in seine Psyche geht.

Das Duo wird hier unterstützt durch:
Ian Geyer – drums / percussion
Rohan Sharma – lead synthesizers (2,5)
Caelin Tralongo – vocals (3).

Als Einflüsse werden Pink Floyd, Yes, Porcupine Tree und King Crimson genannt. Das lässt sich aus ihrer Musik nur bedingt heraushören, beim ersten Hören drängt sich gerade zu Beginn eher Riverside auf. Nach drei-minütigem symphonischem Instrumental-Intro folgt mit dem knapp neun-minütigen ‚Behind the Wall‘ ein Höhepunkt des Albums. Und gerade hier bewegen sie sich stark in Richtung Riverside, selbst der sehr angenehme Gesang macht da keine Ausnahme. ‚Lock Thyself‘ hingegen lässt tatsächlich ein wenig Pink Floyd Feeling aufkommen. Auf ‚Enigma‘ liefern sich Gitarre und Tasten ein spannendes Duell, das hat durchaus Pep – und auch viel Gefühl, wie das Gitarrensolo gegen Ende des Titels zeigt. Ähnliches gilt für den abschließenden Song ‚Final Page (Until We Meet Again)‘, der gelegentlich ein wenig an „Obscured By Clouds“ erinnert.

Die Amerikaner sind recht melodisch unterwegs, die Gesangsarrangements sind durchweg gelungen, dazu kommen elegische Gitarrensoli, schöne Keyboardarbeit – und fertig ist ein überzeugendes Debütalbum, das keinerlei Durchhänger aufweist. Vier Jahre für vierzig Minuten, macht im Schnitt zehn Minuten im Jahr. Es wäre schön, beim nächsten Album mehr zu hören, doch bitte nicht erst in sechs oder sieben Jahren.
Bewertung: 11/15 Punkten

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Dreaming Madmen – Ashes of a Diary

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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