Coogans Bluff – Metronopolis

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(41:21, Vinyl/CD/Download, Noisolution/Flight 13 Records, 2020)
Wenn Coogans Bluff in der Vergangenheit eines unter Beweis gestellt haben, dann dass sie durch nichts zu stoppen sind. Die fünf Cowboys aus Nord- und Ostdeutschland galoppieren unbeschwert und rasant über Genre-Grenzen hinweg und verbinden Blues, Jazz, Kraut, Stoner, Grunge und noch viel mehr mit Freude bereitender Leichtigkeit.

Der nächste Halt des sympathischen Quintetts ist mit dem Noisolution-Express in der fiktiven Stadt “Metronopolis” – einem utopischen Ort voll Taktgefühl (und eventuell Assoziationen mit Homer J. Simpson). Und schon beim ersten Durchhören der acht neuen Lieder wird es offenkundig: Coogans Bluff haben sich mal wieder neu erfunden!

Auf den Liedern, die sich zwischen 83 und 274 bpm abspielen, verpacken Coogans Bluff funkigen Blues Rock gemeinsam mit kratzigem Grunge, tiefem Stoner und ein bisschen Swing in ein einzigartiges modernes Paket. Vintage aber keineswegs antiquiert könnte das Prädikat zum Stil auf “Metronopolis” lauten.

Besonders sticht der Song ‘Soft Focus’ heraus. Das ausgefallene Klangspektrum spielt sich zwischen Synthie Pop, Indie und Space Rock, während all dies zusammen im bluesigen Gewand zusammenkommt. Vergleicht man “Metronopolis” mit älteren Veröffentlichungen, so scheint es, dass Coogans Bluff ihre Leichtfüßigkeit neu entdeckt haben; dies trifft besonders auf die erste Hälfte des Albums zu.

Gegen Ende wird es dann mit ‘The Turn I’ noch einmal breitschultrig und schwer, was nach einem starken Aufbau durch den letzten Track ‘The Turn II’ wieder aufgelöst wird. Thematisch erinnert das letzte Stück etwas an die Lieder ‘Chicago’ und ‘Things I could do’ von der 2014er Platte “Gettin’ Dizzy

Coogans Bluff haben mit “Metronopolis” wieder mal ein fantastisches Album zum Reiten, Feiern, Trinken, und Tanzen geschaffen. Auf die Desert Blues Funk Jazz Cowboys ist Verlass. Auch wenn das Album gegen Ende etwas nachlässt, bereitet die neue Scheibe sehr viel Freude.

Bewertung: 10/15 Punkten

Besetzung:
Charlie Paschen – Drums, Vocals, Farfisa, Mellotron
Clemens Marasus – Vocals, Bass Guitar
Willi Paschen – Electric Guitars, Acoustic Guitars
Max Thum – Saxophone
Stefan Meinking – Trombone, Moog

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Coogans Bluff – Metronopolis

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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