Prohibition Dead – Unless You’re Afraid To Change

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(25:33, CD/Digital, Eigenvertrieb, 2019)
Fab, Ben und Phil sind vereint im Rock – so beschreiben sich die drei Musiker aus Bourg Saint Maurice auf ihrer Facebook Präsenz. Anders formuliert ist es eine Mischung aus Desert Rock, Garage Rock, leichtem Alternative-Einschlag sowie einer gewaltigen Ladung Fuzz, womit das französische Trio seit 2016 unterwegs ist.

Nicht ganz zwei Jahre nach ihrem Debut “Directly for your Eyes” steht mit sechs Tracks die EP “Unless you’re afraid to change” in den Startlöchern. Dabei handelt es sich um eine “Why a Bassist Production”. Wie dieser Name deutlich annehmen lässt, verzichtet die Band bei ihren Aufnahmen und Auftritten auf Tieftöner im Line-Up. Stattdessen kratzen, schwingen und flirren die beiden fuzzy-crunchigen Gitarren von Fab und Ben über Phils heftiges Uhrwerk aus rockigen Drumbeats.

Die EP beginnt stark und eindrucksvoll mit dem kürzlich als Single ausgekoppelten ‘Let me live or die‘ – einer brachialen Dampfwalze aus krachendem und melodischen Stoner Rock. Kurz darauf folgt der wahrscheinlich vielversprechendste Track der EP ‘Corona Girl‘. In dieser Nummer wird im flotten Tanzschritt der Wüste um die Gunst einer jungen Dame gebuhlt. Musikalisch liegt dieser Song irgendwo zwischen Ram Jams ‘Black Betty‘, ‘The hardest Button to button‘ von den White Stripes, und ‘Sirens‘ von Illegal I.

Auf den weiteren vier Songs lassen die Franzosen leider etwas nach. Sie bleiben sich in ihrem Wüstensound mit Alternative und Garage Rock Noten treu, aber es fehlt an den Highlights, wie sie zu Anfang der EP gesetzt wurden. Auch wenn die zweite Hälfte von “Unless you’re afraid to change” etwas zäher wird, lässt es sich noch immer recht angenehm durchhören. Dann und wann würde dem Songwriting noch ein Sahnehäubchen fehlen, um das Klangbild interessanter zu gestalten. Dass der Sound voluminöser und erfüllender wäre, würden Prohibition Dead ihr Line-Up um einen Bassisten erweitern, mag eine sehr persönliche Bemerkung des Betreuers sein.

Prohibition Dead beweisen auf “Unless you’re afraid to change”, dass sie ein Band mit großem Potential sind. Ihr Alternative Desert Rock mag noch in einer Findungsphase sein, jedoch kann das Trio aus Frankreich eine glorreiche Zukunft vor sich haben.
Bewertung: 7/15 (RG)

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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