Pattern-Seeking Animals – Pattern-Seeking Animals

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(58:21, CD, InsideOut Music/Sony Music, 2019)
Auf den ersten Blick verwirrt es etwas, wenn sich vier aktuelle bzw. ehemalige Mitstreiter aus dem Umfeld von Spock’s Beard zusammentun. Doch ursprünglich arbeitete eigentlich nur Songwriter / Produzent John Boegehold Anfang 2018 an einigen musikalischen Ideen, wobei für ihn recht schnell klar wurde, dass daraus ein komplettes Album entstehen sollte. Was lag also näher, einfach auf ein paar Kollegen zurückzugreifen, mit denen er bereits in der Vergangenheit gearbeitet hatte. Und so formierten sich unter dem Banner Pattern-Seeking Animals John Boegehold (Synthesizer, Keyboards), Ted Leonard (Gesang, Gitarre), Dave Meros (Bass) und Jimmy Keegan (Schlagzeug, Gesang). Dass diese Band keineswegs ein einmaliges Projekt ist, machen bereits die Ankündigungen klar, dass man plant, ausgiebig auf Tour zu gehen, wie ebenfalls die Arbeiten am zweiten Album schon sehr weit fortgeschritten sind.

Boegeholds Grundgedanken zur musikalischen Richtung: “Mein Ziel war, Musik zu produzieren, die sowohl progressiv und verschlungen, wie auch direkt und melodisch sein sollte. Ob es nun ein vier- oder zehnminütiger Song ist, ich wollte, dass immer nur ein paar Takte verstreichen, bis es zu einem griffigen Instrumentalteil oder einer im Gedächtnis bleibenden Gesangsmelodie kommt.” Während man sich beim Opener ‘No Burden Left To Carry’ teilweise noch mit einem Spock’s Beard-Album beschäftigt wähnt, so wird der eben angesprochene Ansatz auf den folgenden Titeln wesentlich offensichtlicher. Pattern-Seeking Animals wirken insgesamt wesentlich sinfonischer, melodietrunkener, mehr auf Vokalarrangements fokussiert, während man die Soloparts zurückfährt und diese harmonisch in die Arrangements verschmilzt.

Damit driftet das Quartett oftmals sehr weit vom angekündigten progressiven Weg ab, hin zu sinfonisch aufgepepptem Melodic Rock oder AOR. Dadurch, dass man Tempo und Dynamik nur recht wenig variiert, kann sich die Musikwirkung damit einer gewissen gebremsten Zurückhaltung nicht entziehen. Dafür geht wirklich alles sehr gut ins Ohr, finden selbst jede Menge balladenhafte Momente, gleichfalls rockige Riffs ihren Einzug. Im Vergleich zu Spock’s Beard findet man jedoch keine eigenartigen Wendungen oder ausladende Instrumentalparts. Dabei sind die neun Titel wie zu erwarten perfekt eingespielt und produziert, von ansteckender positiver Energie und hohem Wiederkennungswert durchzogen. Mitunter fehlt einfach nur die rechte Power, ein überraschender, unerwarteter Einfall. Wer dafür auf eine ausgewogene, niemals zu offensive Prog / AOR Mixtur amerikanischer Prägung mit jeder Menge Hooks steht, findet hier die passende Umsetzung.

Das Album erscheint als Limited Edition CD Digipak, Gatefold 2LP (inkl. dem Album auf CD) und im digitalen Format.
Bewertung: 9/15 Punkten (KR 8, KS 9)

Pattern-Seekin Animals (Foto: Band)

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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