Michel Héroux – Now

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(46:30, CD, Eigenproduktion, 2019)
Schon das Cover zeigt auf charmante Weise, was und wer hier die Hauptrolle spielt. Das „Wer“ ist schnell geklärt, das ist Michel Héroux, ein kanadischer Musiker, der schon viele Jahre Musikerkarriere auf dem Buckel hat. Das „Was“ sieht man auf dem Cover ebenfalls, nämlich die Gitarre. Der Kanadier war bereits in verschiedensten Genres unterwegs, sei es klassische Musik, Blues, Rock, Prog, Metal, Jazz oder Folk. Viels(a)eitig ist er also schon mal. Ganz alleine wollte er dieses Album allerdings nicht angehen, und so wurde „Now“ in Trio-Besetzung aufgenommen:

Michel Héroux – guitars / effects
Vincent Yelle – bass / double bass
Francis Fillion – drums / percussion.

Er hat zwar gerade in den letzten Jahren viel Jazz Rock gespielt, wollte aber auf diesem Album weder in Richtung Fusion gehen, noch sollte es ein Album der Art “Schaut her, was ich kann” werden. Vielmehr wollte er zurück zu seinen Wurzeln, und das ist der Progressive Rock, der ihn früh inspirierte. Speziell waren dies Rush, Yes, Genesis, King Crimson usw.

Der geneigte Fan sollte nun aber nicht Musik im Stile der Solo-Alben von Steve Hackett, Steve Howe oder Anthony Phillips erwarten. Die zwölf Songs, meist zwischen drei und vier Minuten lang, klingen wahrlich nicht einer wie der andere. Der Protagonist wandelt zwischen den Genren hin und her, und für den Schreiberling ist da durchaus doch auch eine Prise Fusion dabei. An dieser Stelle passt ein grober Vergleich mit Jean-Pascal Boffo vielleicht sogar besser als mit oben genannten Inspirationen. Manche Songs sind akustisch und ruhig gehalten, andere sind eher herausfordernd und nicht gleich zugänglich. Auf jeden Fall kann man dem Künstler keine Eintönigkeit vorwerfen – ganz im Gegenteil, das Instrumentalalbum ist sehr abwechslungsreich ausgefallen. So ist auch Ambient-artiges zu hören wie auf dem beschaulichen ‚Boats‘. Und mit ‚Unravel‘ gibt es gar eine Coverversion eines Björk-Songs. Das Album steckt also voller Überraschungen, durchsetzt von feinem Gitarrenspiel.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KR 12)

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Michel Héroux – Now

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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