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    Betreutes Proggen
    Du bist hier:Home»Reviews»Fish - A Parley With Angels

    Fish - A Parley With Angels

    0
    By Kristian Selm on 19. Dezember 2018 Reviews

    (54:37, CD, Chocolate Frog Records, 2018)
    Mit der EP "A Parley With Angels" liefert Fish einen Vorgeschmack auf sein finales, als Doppel-Album für den Mai 2019 angekündigtes Werk "Weltschmerz". Ob es wirklich bei der Ansage bleibt, dass nach diesem Album endgültig Schluss im Musikbusiness ist, bleibt abzuwarten, denn es wäre wirklich schade wenn der hünenhafte Schotte seine musikalischen Karriere laut persönlicher Ankündigung nach der letzten Tour im Jahre 2020 ad acta legt. Jedoch fordert das Alter seinen Tribut, weswegen es gilt, diese Entscheidung zu akzeptieren.

    Die drei neuen Tracks, die auf der Vorab-EP enthalten sind und im Sommer diesen Jahres aufgenommen wurden, präsentieren auf gewisser Weise typisches Fish-Material, nämlich teilweise ausufernde Arrangements im Art Rock-Format, mit dem gewissen Maß an Melancholie und selbstkritischer Reflexion. Vor allem das über 13-minütige 'Waverley steps (End Of The Line)' dokumentiert, welche musikalische Kraft und Ausdrucksform immer noch in dem Künstler brennt. Bei den Aufnahmen wurde Fish durch folgende Musiker unterstützt: Steve Vantsis (Bass, Gitarre), Robin Boult (Gitarre), Foss Paterson (Keyboards), Dave Stewart (Schlagzeug), Doris Brendel (Background Vocals). Weiterhin ist als illustrer Gast u.a. ex-VdGG Urgestein David Jackson am Saxophon zu hören.

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    Einmal mehr offenbaren die neuen Titel den Eindruck, dass Fish gerne dazu neigt, seine Songs etwas ausufernder zu gestalten, was nach dem ersten subjektiven Höreindruck sicherlich auch in konzentrierter Form gegangen wäre. Andererseits hat diese Herangehensweise ebenso den Vorteil, dass er seinen Ideen Raum zu Entwicklung, mehr Platz für atmosphärische Entwicklungen lässt. Die Balance aus erzählerischer Kraft und instrumentalen Ausschmückungen passt. Verpackt wird dies zudem in eine kraftvolle Produktion, die sowohl dem Rockkontext nötige Power, als auch den progressiven, stimmungsvollen Passagen und euphorischen Soloparts an Keyboards und Gitarre sphärischen Klangraum bietet.

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    Man kriegt auf gewisser Weise den Eindruck nicht los, dass nachdem der Songwriter für sich einen absehbaren Schlussstrich der eigenen Karriere in näherer Zukunft gezogen hat, ebenso ein kreativer Freiraum entsteht, eine gewisse Last von ihm gefallen ist. Dies spiegelt sich deutlich in der gemeinsam mit Steve Vantsis und Robin Boult geschriebenen Musik wider. Aber vielleicht interpretiert man als Rezensent auch einfach etwas zu viel in alles hinein.

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    Neben dem neuen Material bekommt man als Bonus weiterhin einige Liveaufnahmen von der britischen Tour aus dem Dezember 2017, nämlich die in London mitgeschnittenen Titel 'Circle Line', 'State Of Mind', 'Voyeur' und 'Emperor's Song'. Somit bringt es diese hörenswerte EP auf mehr als 54 Minuten und lässt einiges für "Weltschmerz" erwarten.
    Bewertung: 11/15 Punkten (GH 10, KR 11, KS 11)

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    Video 'Update Weltschmerz'

    Abbildungen: Fish / Chocolate Frog Records

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    Art Rock CD Chocolate Frog Records Dave Stewart David Jackson Doris Brendel EP Eigenveröffentlichung Fish Foss Paterson Live-Aufnahme Longtrack Progressive Rock Robin Boult Rock Saxophon Schottland Singer/Songwriter Steve Vantsis
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    Kristian Selm

    Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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