Alberto Rigoni feat. Marco Minnemann – EvoRevolution

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Alberto Rigoni feat. Marco Minnemann - EvoRevolution(36:44, CD, Eigenproduktion/Just For Kicks, 2018)
Wenn man es nicht so mit klassischen Metal-Projekten hat dann sollte man hier vorsichtig sein, macht Alberto Rigoni im Vivaldi Metal Project doch sonst auf metallische Kantaten (oder auf was auch immer). Aber, keine Angst, die weiteren Betätigungsfelder des Musikers geben sich weniger pathetisch Orchester-schwadronierend. Der umtriebige Bassist, der auf jeden Fall auch solistisch mächtig etwas auf der Pfanne hat und nebenbei auch noch im Alliance Project sowie bei Twinspirits anzutreffen ist beziehungsweise war, kommt hier mit seinem siebenten (!) Album unter seinem Namen, einem Album, das, wenn man so will, etwas Besonderes in der Karriere des Musikers darstellt.

Denn Rigoni tobt sich im titelgebenden sechsteiligen Track an seiner Vielzahl an Bässen so richtig aus und zeigt, was in diesem Zusammenhang alles möglich ist. Der Bass wird an dieser Stelle nicht nur auf vier Saiten reduziert. Mit fünf- bis acht- (!) saitigen Vertretern dieser Art beweist er nicht nur die Evolutionstheorie dieses Instruments sondern obendrein, dass dieses nicht nur als Rhythmus- sondern auch als melodieführendes Instrument eine gute Figur macht. Die fertigen, mit diversen Samples und Effekten aufaddierten Tracks schickte Alberto an einen seiner ganz guten Kollegen, nämlich den Schlagzeuger Marco Minnemann (u.a. The Aristocats, The Sea Within) der sich auf diesen schon fast fertigen Soundskizzen austoben konnte. Das Resultat dieser doch außergewöhnlichen Kollaboration schlägt sich nun in jenem über halbstündigen Titeltrack nieder, der sich als Crossover aus Progressive-, Jazz- und Fusionrock gibt, wobei das Werk unterm Strich wie eine Symbiose aus den Stickmen, King Crimson und Stanley Clarke wirkt.

Letztendlich lässt „EvoRevolution“ trotz aller innovativen Momente weitestgehend irgendwie kalt, da das Duo dem Werk keine Seele einzuhauchen in der Lage ist – zu verschachtelt, zu wenig Emotionen und zu wenig Ansätze, die zum sich Festhören animieren. Da ist dann aber noch der Fünfminüter ‘Back To Life’, mit welchem man beweist, dass es auch anders, nämlich ein wenig songorientierte geht.
Bewertung: 7/15 Punkten (CA 7, KR 11)

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Rezension “Three Wise Monkeys” (2012)
Rezension “Overloaded” (2014)
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Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

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Alberto Rigoni feat. Marco Minnemann – EvoRevolution

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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