Steve Hillage – Düsseldorf

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(48:16 + 51:14, 2 CD, A-Wave/Madfish Records, 1979/2017)
Während Steve Hillage Ende der 70er bei seinen Studioalben immer mehr schwächelte, vermehrt auf Mainstream und sogar Disco-Elemente setzte und nie mehr die Klasse seines großartigen 75er Solodebüts „Fish Rising“ erreichte, dokumentiert dieser Mitschnitt vom 27.3.1979 aus Düsseldorf, dass er auf der Bühne immer noch seinen Space-Rock in mitreißender Manier zelebrieren konnte.

Die Setlist dieses rund 100-minütigen Mitschnitts, bei dem der erste Song zu fehlen scheint, da das Konzert gleich mit einer Ansage von Steve Hillage beginnt, setzt auf einen Mix der Alben „L“ (1976), „Motivation Radio“ (1977) und „Green“ (1978). Auf der Bühne wirkt das Material jedoch um einiges energetischer und ausufernder als noch im Studio. Gerade die für Steve Hillage typischen, flirrenden Glissando-Spielereien an der Gitarren verleihen der Musik einen sphärischen, abgehobenen Klang. Mit orientalischen Einflüßen, wie beim treibenden Instrumental ‚The Dervish Riff‘ kommt noch eine weitere interessante musikalische Facette hinzu.

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Begleitet wird Hillage von Miquette Giraudy (Synthesizer, Gesang), Andy Anderson (Schlagzeug), John McKenzie (Bass, Gesang) und Dave Stewart (Gitarre, Gesang). Die Band spielt präzise, rhythmisch tight und lässt hin und wieder sogar leichte Funk-Passagen durchscheinen. Doch vor allen in den atmosphärischen, hippiesken Space-Rock Ausflügen mit schwebenden Synthesizerklängen und ausufernden Gitarrenläufen, offenbart das Quintett seine stilistische Stärke und gibt bisweilen beim Tempo ebenfalls ordentlich Gas. Dennoch weist die Musik von Steve Hillage im Gegensatz z.B. zu Hawkwind oder Gong eine ganz eigene Färbung auf, ist rhythmisch wesentlich variationsreicher und nicht zu versponnen.

Ein schöner Ausflug in die Vergangenheit in schmucker Verpackung, der vor allem im Livekontext prächtig funktioniert.
Bewertung: 11/15 Punkten

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Steve Hillage – Düsseldorf

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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