Frequency Drift – Letters To Maro

0

(60:16, CD, Gentle Art Of Music/Soulfood, 2018)
Mit Schubladen ist das ja so eine Sache. “Progressive Cinematic Music” nennt sich das mehr oder weniger selbst gewählte Genre, welches man auf  “Letters To Maro” der aus Bayreuth kommenden Frequency Drift zu hören bekommt. Zwei Jahre nach “Last” gelingt es wiederum, das eigene, sehr ansprechende Qualitätsniveau trotz einer deutlichen inhaltlichen Umorientierung zu halten.

Die sechsköpfige Formation aus Oberfranken beweist ein feines Händchen für detaillierte, ausgefeilte Arrangements, die elegant schwelgend das eigene Kopfkino anregen. Fragile, niemals zu überladene Kompositionen, die feinfühlige Dynamik verwenden, aber auch immer Raum für verträumte Momente bieten. Mit ihrem leicht verschnörkelten, aber immer sehr melodischen Kunst/Art Rock gelingt ein eleganter Brückenschlag zwischen moderner, einnehmender Klangästhetik, bei gleichzeitiger Verwendung von eher ungewöhnlichem Instrumentarium wie Electroharfe, Wavedrum oder Mandoline, aber ebenso sehr sparsam eingesetzen Mellotron- und Synthesizerpassagen.

Klicke auf den unteren Button, um den Inhalt von YouTube nachzuladen. Hierdurch werden Daten an YouTube übertragen. Mehr Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Akzeptieren und Inhalt laden

PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iNzAyIiBoZWlnaHQ9IjM5NSIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC80eEVuaG55WS03az9mZWF0dXJlPW9lbWJlZCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhdXRvcGxheTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4+PC9pZnJhbWU+

Dennoch bleiben instrumentale Solopassagen eher die Ausnahme. Vielmehr wird ein dichtes Geflecht aus Klängen zu einer luftigen Musik-Melange, einem Art cineastischen Breitwandsound ohne zu offensichtlichem Rockkontext, verwoben. Dominiert wird das Album in erster Linie von Sängerin Irini Alexia, die die letzte Frontdame Melanie Mau ersetzt (die aber weiterhin mit Martin Schnella als Duo unterwegs ist, der auch schon bei Frequency Drift ausgeholfen hat).

Klicke auf den unteren Button, um den Inhalt von YouTube nachzuladen. Hierdurch werden Daten an YouTube übertragen. Mehr Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Akzeptieren und Inhalt laden

PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iNzAyIiBoZWlnaHQ9IjM5NSIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9XN3VVbW81MU9Jdz9mZWF0dXJlPW9lbWJlZCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhdXRvcGxheTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4+PC9pZnJhbWU+

“Letters To Maro” funktioniert vor allem durch seine sparsamen, aber effektvollen Harmonien und ein verschachteltes Sound Design und schraubt die Gitarrenarbeit und den Härtegrad gerade im Vergleich zum Vorgänger “Last” sehr deutlich zurück. Damit lotet das langjährig bewährte Songwriting- und Produktionsteam Nerissa Schwarz und Andreas Hack gut erkennbar neue Facetten aus. Man möchte eben recht augenscheinlich nicht zweimal das gleiche Album aufnehmen, sondern die eigene künstlerische Entwicklung an vorderste Front stellen.

Klicke auf den unteren Button, um den Inhalt von bandcamp.com nachzuladen. Hierdurch werden Daten an bandcamp.com übertragen. Mehr Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Akzeptieren und Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiAwOyB3aWR0aDogMTAwJTsgaGVpZ2h0OiAxMjBweDsiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9iYW5kY2FtcC5jb20vRW1iZWRkZWRQbGF5ZXIvYWxidW09OTA3MzcyODM5L3NpemU9bGFyZ2UvYmdjb2w9ZmZmZmZmL2xpbmtjb2w9MDY4N2Y1L3RyYWNrbGlzdD1mYWxzZS9hcnR3b3JrPXNtYWxsL3RyYW5zcGFyZW50PXRydWUvIiB3aWR0aD0iMzAwIiBoZWlnaHQ9IjE1MCIgc2VhbWxlc3M9IiI+PGEgaHJlZj0iaHR0cDovL2ZyZXF1ZW5jeWRyaWZ0LmJhbmRjYW1wLmNvbS9hbGJ1bS93aW5kb3dzLWJvbnVzLXRyYWNrLWxldHRlcnMtdG8tbWFyby0yeC0xODAtZy12aW55bC1scHMtb25seS1wcmVvcmRlciI+JiM4MjIwO1dpbmRvd3MmIzgyMjE7IEJvbnVzIFRyYWNrICsgTGV0dGVycyB0byBNYXJvIDJ4IDE4MCBnIFZpbnlsIChMUHMgT05MWSkgUHJlb3JkZXIgYnkgRnJlcXVlbmN5IERyaWZ0PC9hPjwvaWZyYW1lPjwvcD4=

Ein meist verhaltenes Album, bei dem traurige Zwischentöne und ein ganz eigener, schwebender Sound im Vordergrund stehen.
Bewertung: 11/15 Punkten (GH 10, KR 11, KS 11)

Frequency Drift (Foto: Band)

Surftipps zu Frequency Drift:
Homepage
Facebook
Twitter
Bandcamp
YouTube
Google+
Spotify
Gentle Art Of Music

 

 

image_pdfArtikel als PDF herunterladenimage_printArtikel drucken
Teilen.

Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

Antworten

Hinweis: Mit dem Absenden deines Kommentars werden Benutzername, E-Mail-Adresse sowie zur Vermeidung von Missbrauch für 7 Tage die dazugehörige IP-Adresse, die deinem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, in unserer Datenbank gespeichert. E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden selbstverständlich nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Du hast die Option, Kommentare für diesen Beitrag per E-Mail zu abonnieren - in diesem Fall erhältst du eine E-Mail, in der du das Abonnement bestätigen kannst. Mehr Informationen finden sich in unserer Datenschutzerklärung.

Cookie-Einstellungen

Bitte wähle eine Option. Weitere Informationen über die Konsequenzen Deiner Wahl findest Du in der Hilfe. [Impressum] [Datenschutzerklärung]

Wähle eine Option, um fortzufahren

Deine Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortzufahren, musst Du eine Cookie-Auswahl treffen. Im Folgenden werden die verschiedenen Optionen erklärt.

  • Alle Cookies akzeptieren:
    Alle Cookies, auch Tracking- und Analysecookies.
  • Nur Cookies von BetreutesProggen.de akzeptieren:
    Nur Cookies von BetreutesProggen.de
  • Keine Cookies zulassen:
    Keine Cookies erlauben außer denen, die aus technischen Gründen notwendig sind.

Hier kannst Du Deine Cookie-Einstellungen jederzeit ändern: Impressum. Datenschutzerklärung

Zurück

Frequency Drift – Letters To Maro

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
0